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Commerzialbank - Ermittlungen gegen sieben Beschuldigte

WKStA bestätigt Ausweitung der Ermittlungen
WKStA bestätigt Ausweitung der Ermittlungen ©APA
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt in der Causa Commerzialbank Mattersburg mittlerweile gegen sieben Beschuldigte. Darunter befinde sich auch ein Verband, teilte die WKStA am Donnerstag mit. Ermittelt werde unter anderem wegen gewerbsmäßig schweren Betruges, Untreue, Betrügerischer Krida, Unvertretbarer Darstellung wesentlicher Informationen über bestimmte Verbände und Geldwäscherei.

Die WKStA bestätigte damit eine Ausweitung der Ermittlungen, über die der "Kurier" am Dienstag berichtete. Es werde auch Vorwürfen nach dem Finanzstrafgesetz gegenüber einzelnen Beschuldigten nachgegangen. Seit Beginn des Ermittlungsverfahrens am 15. Juli seien über 20 Hausdurchsuchungen in Wohn- und Unternehmensräumlichkeiten durchgeführt worden - zuletzt am Donnerstag an zwölf Standorten in drei Bundesländern.

Zudem habe man über 60 Beschuldigten- und Zeugenvernehmungen, 15 Sicherstellungen, rund 30 Kontenregisterabfragen bzw. Kontenöffnungen und Maßnahmen zur Vermögenssicherung vorgenommen, so die WKStA. Bei mehreren Personen werde in Bezug auf Vorwürfe im Zusammenhang mit Geldgeschenken derzeit ein Anfangsverdacht geprüft. Die Prüfungen würden in Kooperation mit dem Bundesamt für Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung erfolgen.

Die genaue Schadenshöhe sei noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Derzeit werde von mindestens 530 Mio. Euro ausgegangen. Hintergrund der Ermittlungen sei die Verwendung von Geldbeträgen der Commerzialbank für "wirtschaftlich nicht zu rechtfertigende, bankfremde Zwecke und Verschleierung durch fingierte Kreditverträge und Rechnungen sowie die Vergaben von wirtschaftlich nicht vertretbaren oder unzureichend besicherten Krediten und die falsche und unvollständige Darstellung der wirtschaftlichen Lage der Bank in den Jahresabschlüssen", so die WKStA.

Ein Team von insgesamt vier Oberstaatsanwälten, zwei Wirtschafts- und Bankenexperten sowie drei IT-Experten sei innerhalb der WKStA für die Ermittlungen eingesetzt worden. Zudem habe man einen Sachverständigen mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. Bei den jüngsten Hausdurchsuchungen waren laut WKStA unter anderem fünf Oberstaatsanwälte, über 80 Beamte der Soko Commerz, der Landeskriminalämter Burgenland und Oberösterreich sowie des Bundeskriminalamtes im Einsatz.

(APA)

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