CO2-Steuer: Effizient heizen und Preise vergleichen

E-Control empfiehlt effizientes Heizen und Preisvergleich
E-Control empfiehlt effizientes Heizen und Preisvergleich ©APA
Angesichts der für Mitte 2022 angekündigten CO2-Bepreisung von Energieträgern in Österreich rät der Energieregulator E-Control den Verbrauchern zu einem Vergleich der Preise und Tarife der Energieanbieter und zu einem möglichst vernünftigen Heizverhalten. "Man sollte immer auf die effiziente Nutzung der Energie schauen, auch beim Heizen", sagte E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch am Dienstag.

Die zunächst geplanten 30 Euro Belastung pro Tonne CO2-Ausstoß würden für einen durchschnittlichen Haushalt mit 15.000 Kilowattstunden (kWh) Gasverbrauch im Jahr etwa 80 bis 90 Euro ausmachen, verwies Urbantschitsch vor Journalisten auf eine Berechnung des Regulators zur ersten Stufe der CO2-Bepreisung.

Auf den Strompreis werde sich das unmittelbar in Österreich nicht auswirken. Allerdings sei der CO2-Preis ohnedies schon in den Strom-Großhandelspreisen inkludiert, an denen sich die Endkundenpreise orientieren.

Dass man sich bei einer Mietwohnung den Energieträger oft nicht aussuchen und ihn auch nicht so leicht wechseln kann, stelle im Zusammenhang mit dem kommenden CO2-Aufschlag "eine der größten Herausforderungen" dar. Angesprochen auf die regional verschiedene Höhe des Klimabonus meinte Urbantschitsch: "Beim Heizen gibt es nicht den großen Unterschied zwischen Stadt und Land."

Beim Heizsystem müsse man sich im Hinblick auf einen möglichen Wechsel ansehen wie die Kostenaufteilung aussehe zwischen Eigentümer und Mieter. Nutzer einer Gasheizung können, auch ohne Zustimmung des Hauseigentümers, zu einem Grüngas-Anbieter wechseln. Das würde die CO2-Kostenbelastung senken - auch anteilsmäßig je nach Grüngas-Beimischungs-Quote, so E-Control-Volkswirt Johannes Mayer.

Wer die Möglichkeit eines Lieferantenwechsels nutzt, kann sich laut E-Control-Vorstand Alfons Haber derzeit bei Gas samt Neukundenrabatt bis zu 337 Euro im Jahr als Durchschnittshaushalt ersparen, ohne diesen Rabatt bis zu 240 Euro jährlich. Bei Strom beträgt das Einsparpotenzial durch einen Anbieterwechsel zwischen dem günstigsten Lieferanten und dem jeweiligen lokalen Anbieter bis zu ungefähr 140 Euro inklusive und bis zu rund 106 Euro im Jahr ohne Neukundenrabatt, verwies Haber auf den Online-Tarifkalkulator der E-Control..

Von den rund vier Millionen Hauptwohnsitz-Haushalten in Österreich heizen laut Statistik Austria rund 1,2 Mio. mit Fernwärme, 910.000 mit Erdgas, weitere 667.000 mit Holz, Hackschnitzeln, Pellets oder Holzbriketts, 509.000 mit Heizöl, 421.000 mit Solar und Wärmepumpe und 251.000 mit elektrischem Strom.

(APA)

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