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„Cluster“ macht Schule im Edlach

Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit die neue Volksschule Edlach unter die Lupe zu nehmen.
Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit die neue Volksschule Edlach unter die Lupe zu nehmen. ©Laurence Feider
Die neue Volksschule Edlach öffnete ihre Tore für „Fritag am füfe“.
Fritag am füfe VS Edlach

Dornbirn. „Da würde ich auch gerne wieder zur Schule gehen“, so lautete der einhellige Tenor beim „Fritag am füfe“ in der neuen Volksschule Edlach. Nachdem die Schule rechtzeitig zum Start in das neue Schuljahr von den rund 300 Schülern und Lehrern bezogen wurde, hatten jetzt alle Interessierten die Möglichkeit, sich ein Bild vom Neubau zu machen. Die Schule wurde nach neuesten pädagogischen und baulichen Konzepten errichtet – dementsprechend groß war der Andrang bei der Infoveranstaltung am Freitag.

Moderner Neubau

Nachdem zuerst nur eine Sanierung des Bestandsgebäudes aus den 1960er Jahren geplant war, fiel vor zwei Jahren die Entscheidung für einen Neubau. Außer der Sporthalle, die komplett saniert wurde, ist vom ursprünglichen Schulgebäude nichts übrig geblieben. An seiner Stelle steht jetzt ein moderner, lichtdurchfluteter Neubau, der vor allem mit seinem innovativen Konzept für Begeisterung bei Schülern wie Unterrichtenden sorgt.

Innovatives Konzept

Die „neue“ Volksschule Edlach wird nämlich als „Clusterschule“ geführt. Charakteristisch dafür ist die Auflösung des starren Systems aus Klassenzimmern und Erschließungsgängen zugunsten von offeneren Grundrissen, die unterschiedliche Lehr- und Lernformen und nicht nur den Frontalunterricht unterstützen. Rund um eine gemeinsam nutzbare Mitte herum gruppieren sich die Stammklassenzimmer eines Jahrgangs. Statt Wänden grenzen Glasfronten die Klassenzimmer zur Mitte hin ab, die Gruppenräume und die überdachten Außenbereiche eines „Clusters“ werden gemeinsam genutzt. „Die Türen stehen immer offen. Den Unterricht bereiten wir Lehrpersonen gemeinsam vor – die Schüler haben einen Wochenplan, den sie erledigen. Zum Arbeiten nutzen sie klassenübergreifend die Klassenzimmer genauso wie die Lerninseln in der gemeinsamen Mitte“, berichtet Mathias Heinzle, Lehrer der dritten Schulstufe.

Viele Ganztagesklassen

Insgesamt vier solcher Cluster wurden im Obergeschoss eingerichtet. Dabei wird auch die Ausstattung mit interaktiven Tafeln und flexibel nutzbaren Möbeln den modernen pädagogischen Anforderungen gerecht. Im Erdgeschoss befinden sich Vorschule, Sonderklassen, Direktion, Lehrer- und Besprechungszimmer sowie eine schuleigene Bibliothek. Herzstück des Erdgeschosses aber ist die große, lichtdurchflutete Aula, die auch als Speisesaal für die Ganztagesklassen und die Mittagsbetreuung genutzt wird. Hier wurde auch der Schulbeginn gemeinsam gefeiert. „Wir sind alle mit großer Begeisterung ins neue Schuljahr gestartet“, erzählt Direktorin Sabine Bader.

Wie zuhause

Im Erdgeschoss befinden sich auch Nasszellen, WC-Anlagen sowie die neue Zentralgarderobe. „Wenn man nachhause kommt, lässt man auch Schuhe und Jacke an der Garderobe – dieses Gefühl sollen die Kinder auch an der Schule haben“, erläutert Thomas Gamper vom Hochbauamt der Stadt Dornbirn, der eine der Gruppen bei „Fritag am füfe“ durch das neue Schulgebäude führte. Dieses Gefühl wird durch die Wahl der Materialien verstärkt: Im Erdgeschoss dominiert in Gelb und Grün gestrichener Beton, während im eigentlichen Klassentrakt alles aus Holz gestaltet ist. Insgesamt sind Architektur, Farbe, Materialien und Licht perfekt aufeinander abgestimmt und sorgen für ein harmonisches Wohlfühlklima im gesamten Schulkomplex.

Energetisch durchdacht

Auch in Sachen Energieeffizienz ist viel geschehen. So wurde unter anderem eine Photovoltaik-Anlage am Flachdach der Schule errichtet. Die Turnhalle wird mittels LED beleuchtet und die ganze Schule verfügt über ein modernes Be- und Entlüftungssystem samt Wärmerückgewinnung. Über das Grundwasser wird im Sommer die Luft in der Schule gekühlt, im Winter gewärmt.

Wichtige Investition

Die Stadt Dornbirn finanzierte den Neubau mit insgesamt 10 Millionen Euro. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann: „Mit der neuen Volksschule Edlach haben wir in die Zukunft unserer Kinder investiert. Hier ist Raum für modernes Lernen und für die persönliche Entwicklung. Es ist besonders schön, dass auch die Kinder selbst so begeistert von ihrer neuen Schule sind und sichtlich gerne hingehen.“

 

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