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Climate Star für Lustenau

Climate Star für Lustenau
Climate Star für Lustenau ©Marktgemeinde Lustenau

Lustenau. 444 Gemeinden aus 11 Ländern (Belgien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz und Spanien) haben beim größten kommunalen Klimaschutz-Wettbewerb des Klimabündnis eingereicht. Das entspricht einer EinwohnerInnenzahl von rund 23 Millionen.

In vier Kategorien wurden die besten Klimaschutz-Projekte Europas von einer international besetzten Jury ausgewählt und gestern im Stift Melk in Niederösterreich ausgezeichnet. Sechs Climate Stars gingen an österreichische Städte und Gemeinden. Lustenau setzte sich mit dem Projekt „Kyoto-Ziel überfüllt“ in der Kategorie „10.000-100.000 EinwohnerInnen“ gegen die internationale Konkurrenz durch. Fünf weitere Preisträger kommen aus Österreich: Dorf an der Pram in Oberösterreich (Projekt: Energiebaukasten), Gleisdorf in der Steiermark (Leben im Sonnenzeitalter), Poysdorf in Niederösterreich (Energiesparinitiative), St. Pölten in Niederösterreich (Fernwärme NEU) und Wien (Klimaschutzprogramm).

Lustenaus Siegerprojekt „Kyoto-Ziel übererfüllt“
Durch Gebäudesanierung, Wärmedämmung und Umstellung auf erneuerbare Energien erreichte Lustenau ein Minus von 70 % CO2-Ausstoß! In knapp vier Jahren ist schon viel erreicht worden, denn erst 2006 nahm das Energie-Team e5 seine Arbeit auf. Als Startschuss für das „gemischte“ e5-Team (Gemeindeverwaltung und Privatleute) fand eine Klausur statt, auf der Klimaschutzziele und eine Maßnahmenliste festgelegt wurden. Als Handlungsfelder wurden Gebäudesanierung und Wärmedämmung, die Umstellung der Heizsysteme auf erneuerbare Energieträger sowie der Bezug von Ökostrom festgelegt. Zuerst wurden die Schulgebäude energetisch saniert. Im Jahr 2007 waren dann die Heizungen im Seniorenhaus und Schulzentrum Hasenfeld an der Reihe: sie wurden auf Holzpellets umgestellt. Beim Neubau des Seniorenhauses Schützengarten setzte Lustenau auf eine Erdsonden-Wärmepumpe, Wärmerückgewinnung sowie eine PV- und Solaranlage. Seit 2008 bezieht die Gemeinde für ihre Liegenschaften ausschließlich Ökostrom, der teilweise von den sechs eigenen PV-Anlagen erzeugt wird. Außerdem wurden konkrete Ziele und Maßnahmen für weitere Klimaschutz-Aktivitäten bis 2015 in sechs Handlungsfeldern wie Verkehr und BürgerInnen-Beteiligung, beschlossen. Im März 2009 wurde der Grundsatzbeschluss zur Errichtung einer Biomasse-Nahwärme-Anlage gefasst. Jetzt wird geplant und gerechnet. Der Baubeginn der Anlage, die u. a. das Rathaus und einige Privathäuser versorgen soll, ist für November, die Inbetriebnahme für 2010 festgelegt.

Internationale Auszeichnung
Der Climate Star 09 wurde vom Klimabündnis, dem mit 1.600 Städten und Gemeinden größten kommunalen Netzwerk Europas, heuer bereits zum vierten Mal verliehen. Der Klimaschutz-Wettbewerb zeichnet sich durch seinen internationalen Charakter aus. Die dreiköpfige Jury kam aus Brüssel, Straßburg und Dortmund. Erstmalig besuchten die BündnispartnerInnen des Klimabündnis Österreich aus den Amazonas-Regenwäldern in Brasilien die Auszeichnungsveranstaltung. International auch der musikalische Beitrag von der mazedonischen Pianistin und Kulturbotschafterin Elena Misirkova. Als LaudatorInnen fungierten Dr. Franz Fischler, ehemaliger EU-Agrarkommissar und Vorsitzender der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative, Mercedes Echerer, Schauspielerin und ehemalige EU-Parlamentarierin, der Schweizer Wissenschaftsjournalist Marcel Hänggi und der Vizepräsident des NÖ Gemeindebundes, LAbg. Bgm. Karl Moser. Den begehrten Stern aus Glas, Maissauer Granit und Amethyst aus der Amethystwelt Maissau erhielten neben den österreichischen Preisträgern noch Barcelona (ES), Den Haag (NL), Freiburg im Breisgau (D), Gent (B), Osnabrück (D), Kirklees (GB), Sand in Taufers (I), der Kommunalverband Skaraborg (S) und Ulricehamn (S).

Quelle: Marktgemeinde Lustenau

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