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Ciolek stürmte ins Gelbe Trikot

Jungstar Gerald Ciolek hat am Montag die zweite Etappe der 59. Österreich-Radrundfahrt gewonnen und damit auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen.

Genau dort, wo er vor zehn Monaten den bisher größten Erfolg seiner jungen Karriere eingefahren hatte, hat Gerald Ciolek am Montag erneut zugeschlagen. Der 20-jährige Deutsche triumphierte auf der zweiten Etappe der Österreich-Radrundfahrt im Massensprint in Salzburg deutlich vor seinen Landsleuten Steffan Radochla und Thomas Ziegler und holte sich damit im strömenden Regen auch die Gesamtführung. Im Vorjahr hatte sich Ciolek in der Mozartstadt den U23-Weltmeistertitel im Straßenrennen gesichert. “Diese Gerade liegt mir. Der Erfolg hat sehr schöne Erinnerungen in mir geweckt”, erklärte der Topsprinter der laufenden Rundfahrt.

Als bester Österreicher landete einmal mehr Werner Riebenbauer auf Rang sieben. “Mit der Leistung kann man ganz zufrieden sein. Die Konkurrenz ist sehr stark. Dafür war das eine passable Leistung”, meinte der Volksbank-Fahrer, der vom zweifachen Rundfahrt-Sieger Gerrit Glomser (2002, 2003) unterstürzt worden war. Der Salzburger verlor im Finale sieben, Topfavorit Christian Pfannberger elf Sekunden.

Ein Sturz auf den letzten tausend Metern hatte im Feld ebenso für Unruhe gesorgt wie die 5.000-m-Marke, die fälschlicherweise zwei Kilometer vor dem Ziel angebracht war. Zuvor war eine 100 km lange Soloflucht von Sergio Lagana unbelohnt geblieben. Der Italiener hatte zwischenzeitlich bis zu 5:40 Minuten Vorsprung, wurde aber vom Hauptfeld gestellt. Lagana darf sich nach drei gewonnenen Bergwertungen aber mit dem gepunkteten Trikot trösten.

Das Gelbe Trikot wird Ciolek bereits am Dienstag wieder ausziehen müssen. Dann steht die erste Bergankunft auf dem Programm. Auf dem Kitzbüheler Horn (1.670 m) dürfte eine kleine Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg fallen. Doch auch für die kommenden Tage sind die Wettervorhersagen schlecht. Am Horn droht erneut Regen, am Tag darauf auf dem Großglockner sogar Schnee. Sollte die Abfahrt vom Glockner nicht befahrbar sein, gibt es zwei Alternativpläne: zwei Halbetappen zum Fuschertörl (2.429 m) und danach mit Neustart im Tal nach Prägraten in Osttirol oder eine kürzere Ersatzetappe nach Prägraten, die an Stelle des Glockners über den Felbertauern führt.

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