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"Christus Mansionem Benedicat"

Die Sternsinger ziehen wieder von Haus zu Haus und hoffen auf zahlreiche Spenden. Im Tisner Pfarrheim ist für Wirbel gesorgt. Die diesjährigen Sternsinger bereiten sich auf ihren großen Auftritt vor. 

Im Tisner Pfarrheim ist für Wirbel gesorgt. Die diesjährigen Sternsinger bereiten sich auf ihren großen Auftritt vor. Die meisten Kaspare sind schon schwarz bemalt. „Warte, du kriegst noch Augenbrauen!“, sagt Eva Hagen, Musiklehrerin, die schon seit 21 Jahren die Tisner Sternsinger betreut, zu einem noch unfertigen Balthasar. Nicht, dass Philipp keine hätte, aber seine sind mit oranger Paste übermalt worden. So, die Kostüme, alle von den Pfarrhelferinnen geschneidert und geflickt, sitzen, die Kronen werden aufgesetzt. An die juckende Schminke im Gesicht muss sich so mancher Sternsinger noch gewöhnen, doch das wird in der Aufregung beim Singen dann schnell vergessen.

Eine letzte Probe

Die meisten Sternsinger sind gerade mit Anziehen beschäftigt und schon ganz zappelig. Doch Hagen ist die Ruhe selbst. „So, jetzt alle aufstellen. Zuerst proben wir alle Lieder gemeinsam, dann alle Balthasare, Melchiors und so weiter ihren Teil und dann jede Gruppe noch einmal einzeln.“ Hagen hat alle im Griff. Mit den Jahren kommt eben die Routine. Ein kleiner Melchior singt besonders laut und deutlich. „Habt ihr gehört, sie hat das ÁmichÑ schön betont, so ist es ganz wunderbar.“ Bei manchen Gruppen, sind die Sänger unterschiedlich laut. „Ihr beide singt ein bisschen leiser, und hört auf Philipp, dann könnt ihr euch orientieren“. Ruck zuck sind alle Gruppen durch, beinahe ist es Zeit, loszuziehen. Pfarrer Stefan Biondi erteilt der königlichen Gruppe noch schnell seinen priesterlichen Segen. Dann kann es endlich losgehen.

Wichtige Tipps

Zuvor hat die Koordinatorin Hagen den Gruppen und ihren Leitern noch gute Tipps mitgegeben. „Achtet darauf, dass die Kinder wenigstens einmal etwas zu trinken bekommen!“ Das viele Singen und der Weihrauch machen nämlich sehr durstig. Apropos Weihrauch. „Die Weihrauchfässchen niemals in den Wohnungen auf den Boden stellen, das führt nämlich sehr schnell zu Brandstellen.“ Und die Sternenträger müssen besonders auf die Lampen aufpassen, und dass sie nichts herunterstoßen.

Nur einen Cent

Sternsingerin Patricia Matt ist schon seit fünf Jahren mit dabei, ein alter Hase also. „Einmal hat Davids Handy geklingelt, mitten unterm Singen“, erzählt sie. „Das war meine Mama, die wissen wollte, wo wir so lange bleiben“, erläutert Kollege David Kornexl. „Da haben wir alles noch einmal von vorne singen müssen.“ “90 Prozent der Leute sind sehr freundlich“, so Johannes Schnetzer. „Aber einmal hat uns eine alte Frau schon an der Tür gesagt, dass wir nicht singen sollen und hat uns einen Cent ins Kässele geschmissen“.

So hat schon jeder routinierte Sternsinger seine Erfahrungen gemacht. Aber es macht Spaß. Viele werden im nächsten Jahr wieder gehen.

„Kaspar“ Laura Battlogg, „Melchior“ Selina Lins, „Balthasar“ Christine Dämon und die Sternträgerin Kathrin Dämon machen sich auf den Weg zum ersten Haus. Ob man denn singen können muss? „Ja natürlich, laut und schön“, erklärt Kathrin. Ein bisschen nervös sind sie schon, aber das legt sich schnell, wissen die Älteren.

Leider ist niemand zu Hause. Dann öffnet sich die Tür. Zelina Caglioglu freut sich über den Besuch der Sternsinger. „Ich bin Muslimin, aber ich kenne den Brauch. Wir haben die Könige auch“, erzählt sie beim Abschied. Begleiterin Ilse Dämon schreibt noch schnell 20-C+M+B-07 an die Tür. „C+M+B steht für Christus Mansionem Benedicat und bedeutet, dass Christus dieses Haus segnet“, erklärt sie. „Ich weiß, sagt Caglioglu. Ob sie damit wohl einigen Christen etwas voraus hat?

DIE HILFSAKTION

Von 27. Dezember bis zum Dreikönigstag bringen rund 3500 Sternsinger in ganz Vorarlberg die Botschaft der Menschlichkeit in die Häuser.

Gemeinsam mit rund 1500 Begleitern von der Katholischen Jungschar setzen sie damit ein Zeichen der Solidarität. Mit der Aufschrift “20-CM-B-07“ auf den Türen soll der Segen für ein ganzes Jahr überbracht werden.

Im Vorjahr kamen die Spenden der Sternsinger-Aktion gut einer Million Menschen direkt zugute. Über 560 Projekte in Afrika, Lateinamerika und Asien wurden unterstützt.

Die Diözese Feldkirch dankt allen Sternsingerkindern für ihren unermüdlichen Einsatz mit einer großen Feier: Unter dem Titel „Sternsinger on Ice“ findet am 13. Jänner um 13.15 Uhr ein Wortgottesdienst im Feldkircher Dom mit anschließendem Eislaufen in der Vorarlberghalle statt. Alle Begleiter und Helfer aus den Pfarren werden um Anmeldung gebeten.

Auskünfte werden bei Michaela Mörschbacher unter der Telefonnummer 0664 8240209 erbeten.

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