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Christian Bernhard zum neuen Gesundheitslandesrat angelobt

Christian Bernhard mit 22 Stimmen zum Landesrat gewählt.
Christian Bernhard mit 22 Stimmen zum Landesrat gewählt. ©VLK
Bregenz - Der 48-jährige Mediziner Christian Bernhard ist am Mittwochvormittag im Vorarlberger Landtag zum neuen Gesundheitslandesrat gewählt worden. Bernhard erhielt die Zustimmung von 22 der 36 Abgeordneten, damit wurde er nicht nur von den ÖVP-Mandataren bestellt, sondern auch von zwei Oppositionspolitikern.
Gögele überraschend zurückgetreten
Politik-Neuling Christian Bernhard
ÖVP nominierte Bernhard
Gögeles Werdegang
Kurz-Lebenslauf von Christian Bernhard
Landtag begrüßt Christian Bernhard

Er übernimmt das Gesundheitsressort von Rainer Gögele, der am vergangenen Freitag aus persönlichen Gründen völlig überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte.

Als Politik-Neuling im Landtag

Der von der ÖVP nominierte Bernhard – er ist vorerst kein Parteimitglied – steigt als Politik-Neuling in die Landesregierung ein. Nach Medizinstudium und Ausbildung zum praktischen Arzt gelangte der 48-Jährige in den Landesdienst, wo er zuletzt seit Juli 2011 die Abteilung Sanitätsangelegenheiten im Amt der Vorarlberger Landesregierung leitete.

Wallners “Großbaustelle”

Während ihm die ÖVP in der “Aktuellen Stunde” des Landtags volle Rückendeckung zusicherte – Klubobmann Roland Frühstück: “Der richtige Mann am richtigen Ort” – gab sich die Opposition zurückhaltend bis skeptisch. Keine Zurückhaltung kannten FPÖ, Grüne und SPÖ hingegen bei der Kritik an Landeshauptmann Markus Wallner, der vor seiner Zeit als Regierungschef das Gesundheitsressort verantwortet hatte und durch Versäumnisse eine “Großbaustelle” hinterlassen habe.

Unzumatbare Bedingungen für Ärzte

Als vordringlichstes Problem habe Wallner dem an den Krankenhäusern akut gewordenen Ärztemangel nicht entgegengesteuert, indem er etwa eine Gehaltsreform verschoben habe, kritisierten Klubobmann Dieter Egger sowie die Gesundheitssprecher Katharina Wiesflecker und Gabriele Sprickler-Falschlunger. Die Rahmenbedingungen für die Ärzte seien unzumutbar, verwiesen die Oppositionspolitiker auf die – inzwischen ausgesetzte – Kündigung von neun Turnusärzten am LKH Bludenz. ÖVP-Sprecher Christoph Winder hingegen betonte hingegen die Reformschritte, die Wallner als Gesundheitslandesrat gesetzt habe. So seien in jener Zeit 50 Dienstposten hinzugekommen.

Egger suchte Grund für Gögele-Rücktritt

Egger führte Gögeles Rücktritt darauf zurück, dass “er sich nicht in der Lage sah, den zurückgelassenen Berg an Problemen im Gesundheitsbereich zu bewältigen”, Wiesflecker auf mangelnde Unterstützung in der Landesregierung – beidem widersprach die ÖVP heftig, unter anderem in der Person von Bernhard. “Bitte verschrecken Sie mir die Patienten nicht”, appellierte er angesichts ihrer Beschreibung des Gesundheitssystems an FPÖ, Grüne und SPÖ. Es gebe unbestritten viele Probleme, aber eine Großbaustelle müsse nicht unbedingt etwas Schlechtes sein, so der neue Landesrat.

Teure Großbaustellen

Wie die Opposition einhellig feststellte, werde es bei der Bewältigung der Probleme letztlich um Geld gehen. “Großbaustellen kosten viel Geld”, sagte etwa Grünen-Klubobmann Johannes Rauch, Egger machte eine FPÖ-Zustimmung zum Budget 2013 von der Zuteilung “der notwendigen Mittel zur Sicherung einer guten Gesundheitspolitik” abhängig. Wallner selbst äußerte sich in der Diskussion nicht. APA

Video zur Angelobung von Christian Bernhard

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