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Chirac und Angehörige fordern Freilassung

Hundert Tage nach der Entführung zweier französischer Journalisten im Irak haben Frankreichs Präsident Jacques Chirac und Familienangehörige erneut eindringlich die Freilassung der Geiseln gefordert.

Chirac forderte die Kidnapper am Samstag dazu auf, Christian Chesnot und Georges Malbrunot freizulassen. Malbrunots Familie bat die Behörden, all ihre Kräfte dafür einzusetzen, damit die Geiseln noch vor Weihnachten freikämen. In der westfranzösischen Stadt Bauge nahmen knapp 300 Menschen an einem Schweigemarsch teil und forderten die Freilassung der Journalisten.

„An diesem 100. Tag der Geiselnahme unserer beiden Landsleute im Irak möchte ich einen Appell an die Entführer richten: Der Moment ist gekommen, sich auf den Weg der Menschlichkeit zurückzubegeben und die beiden Geiseln freizulassen“, sagte Chirac bei einer Pressekonferenz in Ouagadougou.

In einem Schreiben an Chirac, Premierminister Jean-Pierre Raffarin und Außenminister Michel Barnier forderte Malbrunots Familie die Behörden dazu auf, alles dafür zu tun, die Freilassung der Geiseln zu erreichen. „Seit drei Monaten durchleben wir eine Zerreißprobe zwischen Hoffnung und Zweifel“, schrieben die Angehörigen.

An einem Schweigemarsch in Bauge nahe der Heimatstadt von Chesnots Eltern nahmen am Samstag knapp 300 Menschen teil. Die Kundgebung wurde von der Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) und Gemeindemitgliedern organisiert. Die Demonstranten trugen Schilder mit der Aufschrift “100 Tage“.

Die beiden Journalisten Chesnot und Malbrunot waren gemeinsam mit ihrem syrischen Fahrer am 20. August südlich von Bagdad entführt worden. Zu der Geiselnahme bekannte sich die militante Gruppe „Islamische Armee im Irak“, die eine Aufhebung des Kopftuchverbots an französischen Schulen forderte. Alle Bemühungen, die entführten Franzosen zu freizubekommen, schlugen bisher fehl. Der Fahrer wurde im September von den französischen Geiseln getrennt und im November in Falluja von US-Soldaten aufgespürt.

Entführte Franzosen offenbar bei guter Gesundheit

London (APA/AFP) – Die beiden seit mehr als drei Monaten im Irak entführten Franzosen sind offenbar bei guter Gesundheit. Dies gehe aus Aufnahmen auf einer CD-Rom hervor, berichtete am Sonntag die britische Wochenzeitung „Sunday Times“, der eine Kopie vorlag. Auf der CD-Rom, die im Laufe des Novembers aufgenommen worden sein soll, versichere Christian Chesnot, dass er und sein Kollege Georges Malbrunot von ihren Entführern gut behandelt würden, „wenn ihre Gastfreundlichkeit auch nicht wie in einem Fünf-Sterne-Hotel ist“.

Die Kidnapper seien nicht gewalttätig, fügte Chesnot hinzu. Es gäbe drei Mahlzeiten am Tag und genug zu trinken. Laut „Sunday Times“ gab Chesnot an, dass sich seine und Malbrunots Freilassung möglicherweise aus Sicherheitsgründen verzögere. Auf der CD-Rom wandte sich dem Blatt zufolge auch Malbrunot an seine Familie und sagte, dass es ihm gut gehe.

Die beiden Journalisten Chesnot und Malbrunot waren am 20. August südlich von Bagdad entführt worden. Zu der Geiselnahme bekannte sich die militante Gruppe „Islamische Armee im Irak“, die eine Aufhebung des Kopftuchverbots an französischen Schulen forderte. Alle Bemühungen, die entführten Franzosen zu freizubekommen, schlugen bisher fehl. Auf einem Videoband hatten die beiden Journalisten am 3. Oktober zuletzt ein Lebenszeichen von sich gegeben.

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