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Chinesisches Militär fährt nahe Hongkong auf

Seit mehreren Wochen ist Hongkong Schauplatz von unzähligen Kämpfen zwischen prodemokratischen Demonstranten und der Polizei. Nach Sichtung hunderter Militärfahrzeuge in Shenzhen spitzt sich der Konflikt immer mehr zu.
Neue Ausschreitungen in Hongkong
Flughafen Hongkong quasi "belagert"
Peking droht Hongkong mit Militär

Bereits am Montag stürmten ungefähr 5000 Demonstranten den Flughafen in Hongkong und legten somit den gesamten Flugbetrieb lahm. Wochen zuvor gab es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den prodemokratischen Demonstranten in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Nun wurden mehrere Militärfahrzeuge nahe der Grenze zu Hongkong gesichtet. Laut chinesischen Medienberichten entsandte das chinesische Militär rund zwei Duzend gepanzerte Truppentransporter, sowie unzählige weitere militärische Fahrzeuge.

Die Fahrzeuge wurden in die chinesische Stadt Shenzhen gesendet. Shenzhen befindet sich an der Grenze zu Hongkong. Zwischen den beiden Metropolen liegen nur 25 Kilometer. Die englischsprachige Zeitung "Global Times" berichtet von groß angelegten Militärübungen, die dort stattfinden sollen. Bei der Global Times handelt es sich um eine der zwei landesweiten englischsprachigen Zeitungen Chinas. Diese erscheint unter dem Dach von Renmin Ribao. Renmin Ribao gilt als Parteiorgan der kommunistischen Partei Chinas.

Klare Botschaft

Die Ausschreitungen am vergangenen Wochenende wurden von der chinesischen Regierung sehr deutlich verurteilt. Der Sprecher des für die chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong und Macau zuständigen Büros des Staatsrats bezeichnete die prodemokratischen Demonstranten als Radikale, die wiederholt Sicherheitskräfte mit "äußerster Gewalt und sehr gefährlichen Gegenständen" attackiert haben sollen. Auch der Begriff " Terrorismus" wurden in diesem Kontext von der chinesischen Regierung verwendet.

Warnung von Ex-Gouverneur

Der letzte britische Gouverneur von Hongkong, Chris Patten, hat am Dienstag eine Warnung an China ausgesprochen. Er erklärte, eine chinesische Intervention in der ehemaligen Kronkolonie wäre "eine Katastrophe", und zwar sowohl für China als auch für Hongkong. Chinas Staatschef Xi Jinping sollte die Weisheit des Versuchs sehen, die Menschen zusammenzubringen, so Patten. Eine Warnung aus Peking vor "anderen Methoden" wäre kontraproduktiv. Patten schlug dem britischen Premierminister Boris Johnson vor, dieser solle den US-amerikanischen Sicherheitsberater John Bolton ersuchen, dass auch Washington eine Intervention Chinas als Katastrophe bewerten solle.

Eine Wiederholung von "Tiananmen", des Massakers an der Demokratiebewegung 1989 in Peking wäre fatal für China. Die Regierung versucht durch strenge Zensur innerhalb der chinesischen Grenzen die Informationen über 1989 so gering wie möglich zu halten. Die Stationierung von unzähligen Militärfahrzeugen nahe Hongkong ist auf jeden Fall keine subtile Warnung der chinesischen Regierung. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt.

(Red./APA)

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