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China: Elf Festnahmen nach Grubenunglück

Die chinesische Polizei hat nach dem Grubenunglück in Guangdong elf Menschen festgenommen. Während eine erste Leiche aus der Mine geborgen wurde, ging die Suche nach den eingeschlossenen Kumpeln weiter.

Staatliche Medien berichteten am Mittwoch, unter den Festgenommenen seien der Besitzer und der Manager der Daxing-Mine, in der sich das Unglück vor drei Tagen ereignete. Die beiden seien zusammen mit rund 60 weiteren Vertretern des Bergwerks nach dem Unglück am Sonntag geflohen. Die Mine wurde ohne Genehmigung betrieben und obwohl die örtlichen Behörden nach einer Inspektion die Schließung der Grube angeordnet hatten.

Die Überlebenschancen der in der Mine eingeschlossenen Kumpel seien schlecht, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Aus Kreisen verlautete, es sei unmöglich, den Wasserfluss zu stoppen und den Pegelstand in der voll gelaufenen Mine zu senken. Zwei Vertretern sei mit einem Disziplinarverfahren gedroht worden, sollten sie Informationen zu Pegelständen veröffentlichen.

Am Vortag war die Anzahl der Vermissten auf 123 erhöht worden. Die chinesische Minenindustrie gilt als die gefährlichste der Welt. Allein im ersten Halbjahr 2005 kamen dort rund 2.700 Menschen bei Grubenunglücken ums Leben.

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