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China beschließt Ende der Ein-Kind-Politik

China hat das Ende der Ein-Kind-Politik beschlossen.
China hat das Ende der Ein-Kind-Politik beschlossen. ©AFP
China hat offiziell das Ende seiner umstrittenen Ein-Kind-Politik verkündet. Von nun an dürften alle Paare mit staatlicher Erlaubnis zwei Kinder bekommen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag.

Der Beschluss wurde bei einem viertägigen Treffen des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei gefasst.

Peking hatte bereits Ende 2013 eine Lockerung der Ein-Kind-Politik beschlossen, die aber bisher nur in einzelnen Provinzen umgesetzt wurde. Von da an durften Paare zwei Kinder bekommen, wenn einer von ihnen ein Einzelkind war.

Deutlicher Männer-Überhang

Nun wird die in den 1970er Jahren eingeführte generelle Ein-Kind-Regel offiziell aufgehoben, um die schädlichen Auswirkungen auf die älter werdende Gesellschaft zu beheben. Außerdem soll damit auch die gezielte Abtreibung von Mädchen reduziert werden, die mittlerweile zu einem deutlichen Überhang junger Männer in der chinesischen Gesellschaft geführt haben.

Die Chinesische Akademie der Sozialwissenschaften hatte nach früheren Medienberichten eine Zwei-Kind-Lösung als Antwort auf die Alterung der Gesellschaft und eine fallende Geburtenquote vorgeschlagen. Jede Chinesin bekommt demnach mittlerweile im Schnitt weniger als 1,6 Kinder. Für eine stabile Bevölkerung ist eine Quote von 2,1 nötig.

Bevölkerungsexplosion befürchtet

Die Ein-Kind-Politik wurde 1979 eingeführt, um eine befürchtete Bevölkerungsexplosion zu verhindern. Neben der auf Dauer sehr starken Alterung der riesigen Bevölkerung wurde jedoch nicht bedacht, dass in der chinesischen Gesellschaft männliche Nachkommen traditionell ein viel höheres Ansehen als die weiblichen genießen. Das führte zur weit verbreiteten gezielten Abtreibung von Mädchen. Mittlerweile kommen in China bei der Geburt 1,15 Buben auf 1 Mädchen – das natürliche Verhältnis wäre 1,05 zu 1.

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