China: 60 Festnahmen nach Skandal um verseuchtes Milchpulver

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Nach dem Skandal um verseuchtes Milchpulver sind in China 60 Menschen festgenommen worden. Vorgeworfen wird ihnen "die Produktion und der Verkauf vergifteter und gefährlicher Nahrungsmittel".

Der Skandal um mit der Industriechemikalie Melamin versetztes Milchpulver war im September aufgeflogen. Nach amtlichen Angaben starben in China sechs Babys, rund 300.000 Kleinkinder erkrankten.

Nach Bekanntwerden des Skandals wurden in China bisher 21 Menschen angeklagt, einigen von ihnen droht Berichten zufolge die Todesstrafe. Mehr als 20 Unternehmen in der Volksrepublik hatten ihren Produkten Melamin beigemischt, das normalerweise bei der Plastikherstellung verwendet wird. Die Chemikalie sollte nach bisherigen Erkenntnissen einen höheren Proteingehalt des Milchpulvers vortäuschen. Nach Angaben der Regierung in Peking zahlten die betroffenen Unternehmen zusammen 160 Millionen Dollar (rund 118 Millionen Euro) in einen Entschädigungsfonds. Infolge des Skandals waren in zahlreichen Ländern chinesische Milchprodukte vom Markt genommen worden.

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