Chemiefabrik nahe Australiens Hauptstadt Canberra in Flammen

Ein Großbrand in einer Chemiefabrik hat am Freitag die australische Hauptstadt Canberra in Atem gehalten. Die Flammen schlugen im Vorort Mitchell hunderte Meter hoch in den Himmel, während aus der Fabrik Explosionen zu hören waren, wie örtliche Medien berichteten.

Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörden wurden in der näheren Umgebung der Anlage rund hundert Menschen in Sicherheit gebracht. In einem Umkreis von zehn Kilometern um die Fabrik seien die Bewohnern zudem gebeten worden, ihre Häuser nicht zu verlassen sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor.

Erste Messungen sorgen für Entwarnung

Die Behörden teilten mit, in der Anlage entstehe als Nebenprodukt chemischer Reaktionen auch ein beißender schwarzer Rauch. Dieser enthalte Phosgen, das Haut- und Augenreizungen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Brustschmerzen verursachen könne. Erste Schadstoffmessungen in der Luft erbrachten demnach aber keine beunruhigenden Werte. In der Früh sorgte das Feuer, das kilometerweit zu sehen war, in Canberra für ein Verkehrschaos. Vorsorglich wurden Straßen gesperrt, Buslinien vorübergehend eingestellt und Schulen geschlossen. Die Brandursache war zunächst unklar. (APA)

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