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Chavez legt Beziehungen zu Kolumbien und Spanien auf Eis

Nach einer Serie von Auseinandersetzungen hat der venezolanische Präsident Hugo Chavez die Beziehungen zum Nachbarland Kolumbien sowie zu Spanien eingefroren.

Sowohl der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe als auch der spanische König Juan Carlos hätten ihn beleidigt und müssten sich entschuldigen, sagte Chavez in der Nacht auf Montag in Caracas. Eine Versöhnung mit Uribe schloss er grundsätzlich aus.

„Ich erkläre der Welt, dass ich die Beziehungen zu Kolumbien in eine Tiefkühltruhe lege, ich glaube in der kolumbianischen Regierung niemandem mehr“, sagte der venezolanische Staatschef in einer Rede. Er ist erbost, weil seine Dienste bei der Vermittlung eines Gefangenenaustausches mit den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) nicht länger erwünscht sind.

„Sie haben uns brutal ins Gesicht gespuckt, während wir mit Herz und Seele versuchten, sie auf die Straße des Friedens zu bringen“, sagte Chavez. Der kolumbianische Präsident hatte die Zusammenarbeit am Mittwoch für beendet erklärt, nachdem Chavez entgegen einer Absprache Kontakt zur Armeeführung aufgenommen hatte.

Nach der Ankündigung seines venezolanischen Amtskollegen erwiderte Uribe, Chavez habe ihm den Eindruck vermittelt, dass er den linksgerichteten Rebellen zu einer „terroristischen Regierung“ verhelfen wolle. Der venezolanische Präsident könne nicht, wie er wolle, Feuer auf dem Kontinent legen, fügte Uribe hinzu. Er wettere gegen den Imperialismus und wolle dabei selbst ein Imperium errichten. In der Geiselkrise sei Vermittlertätigkeit gefragt „und keine Leute, die versuchen, den Terrorismus zu legitimieren“.

Venezuela und Kolumbien unterhalten enge wirtschaftliche Beziehungen. Noch im vergangenen Monat hatten Uribe und Chavez eine Erdgasleitung zwischen beiden Ländern eröffnet und den Ausbau der bilateralen Kontakte angekündigt. Chavez zufolge ist nun mit Beeinträchtigungen zu rechnen.

Die Beziehungen zu Spanien will Venezuela so lange auf Eis legen, bis sich König Juan Carlos förmlich entschuldigt hat. „Ich bin sicher, dass ich für die Mehrheit der Venezolaner spreche, denn wir sind würdevoll, und wir verfügen über Mut und Liebe“, sagte Chavez.

Der Monarch hatte den Präsidenten beim iberoamerikanischen Gipfel in Chile am 10. November nach mehreren Ausfällen gegen Spaniens früheren rechtskonservativen Regierungschef Jose Maria Aznar und dessen sozialistischen Nachfolger Jose Luis Rodriguez Zapatero mit den Worten angefahren: „Warum hältst Du nicht den Mund?“. Der Gipfel endete daraufhin mit einem Eklat.

Der Staatssekretär im spanischen Außenministerium, Bernardino Leon, sagte am Montag im Fernsehen, von Venezuela gehe keinesfalls eine erneute Provokation aus. Die Regierung werde umgehend mit Caracas in Kontakt treten, um die „Tragweite“ der Ankündigung zu erfahren. Die für die Beziehungen zu Lateinamerika zuständige Staatssekretärin Trinidad Jimenez kündigte ein Treffen mit dem venezolanischen Botschafter in Madrid an.

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