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Chavez’ Kampf gegen den Imperialismus

"Ihr seid die Atombomben, die Bomben der Liebe, die Bomben der Leidenschaft, der Ideen und der Kraft", so der venezolanische Präsident Chavez bei einer alternativen Veranstaltung zum EULAC-Gipfel.

Zunächst schien es, als würde er nicht kommen. Mit mehr als zweistündiger Verspätung erschien der venezolanische Präsident Hugo Chavez dann aber doch bei einer von linksgerichteten Organisationen initiierten alternativen Veranstaltungen zum EU-Lateinamerika-Karibik-Gipfel (EULAC) in der Arena in Wien-Landstraße. Hauptangriffspunkt vor vorwiegend jungem Publikum war dann erwartungsgemäß der Kapitalismus und der „US-amerikanische Imperialismus“.

Nur die Meinung der Weltöffentlichkeit könne dieser Übermacht etwas entgegen setzen, nahm Chavez Bezug auf Gedanken des US-Polit-Aktivisten Noam Chomsky. „Ihr seid die Atombomben, die Bomben der Liebe, die Bomben der Leidenschaft, der Ideen und der Kraft“, rief er den Jugendlichen am Freitagabend zu.

Während er spreche, sei das Pentagon gerade dabei, Pläne gegen den Iran vorzubereiten und seine Pläne gegen Kuba und sein eigenes Land Venezuela „auszufeilen“. Die US-Flotte führe in der Karibik gerade ein Manöver durch, das Venezuela und Kuba gefährde, sagte Chavez. Die Präventivstrategie der US-Amerikaner im Kampf gegen den Terrorismus habe den Völkern einen viel größeren Terrorismus gebracht. „Wir haben keine Angst vor dem US-amerikanischen Imperialismus (…) Dieses Jahrhundert ist das Ende des nordamerikanischen Imperialismus“, gebrauchte er ähnliche Worte wie bei einem Vortrag am Vortag in der Urania.

Der Auftritt des Staatschefs am Freitagabend war – wie jene am Vortag – als Diskussionsveranstaltung angekündigt, dennoch kam es dann – wie bei jener am Vortag – zu einem Solo des Präsidenten. Chavez unterhielt Hunderte seiner Anhänger bis knapp vor Mitternacht, unterbrochen von Akklamationen und Skandierungen auf Spanisch – wie „Uh, ah Chavez no se va“ („Uh, ah Chavez geht nicht fort“). Zahlreiche hatten bis dahin die Arena aber schon verlassen. Organisiert wurde die Veranstaltung u.a. von der internationalen Kampagne „Hände weg von Venezuela“, der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ) und der österreichisch-kubanischen Gesellschaft.

Vor Chavez trat die Tochter des lateinamerikanischen Revolutionärs Ernesto „Che“ Guevara, die in Havanna als Kinderärztin tätige Aleida Guevara, auf. Sie schwor das Publikum auf „Einheit, Solidarität und Respekt“ ein. Diese drei Begriffe bedeuteten Freiheit. Die Militärbasis Guantanamo auf Kuba müsse verschwinden. So wie „Che“ Guevara „haben wir den festen Willen, weiter zu kämpfen“.

Gegen den Kapitalismus und den Imperialismus brauche man heute mehr als eine Revolution, führte Chavez dann aus. „Es steht vor uns, die Welt zu retten“, erklärte der 51-Jährige und verwies auch auf die Bedrohung der Umwelt sowie die Armut. „Nur die Jugend hat die Kraft und die Reinheit, die Welt zu retten. Lasst uns die Welt retten, Jugendliche!“ Es gebe keine Zeit zu verlieren, um die Erde von der Barbarei zu retten, spielte er wie bereits am Donnerstagabend auf die Formel „Sozialismus oder Barbarei“ der deutschen Sozialistenführerin Rosa Luxemburg (1871-1919) an. Nur die anti-imperialistische Übermacht der geeinten Völker könne dies schaffen.

„Jedes Schwein kommt vor seinen Schlachter“, so die deutsche Entsprechung eines heimischen Sprichworts, das der venezolanische Präsident benutzte. Gemeint sei damit „das Schwein des Imperialismus“, ließ Chavez keinen Zweifel.

Ansonsten hatte der „Comandante“, wie der strenge Kritiker seines US-Amtskollegen George W. Bush gerne genannt wird, mit Buch-Empfehlungen aufzuwarten. „Ihr wisst, man muss viel lesen“. Die Jugendlichen sollten etwa Viktor Hugos Sozialroman „Die Elenden“ („Les Miserables“), Chomskys „Hybris. Die endgültige Sicherung der globalen Vormachtstellung der USA“ oder „Kreuzzug gegen Venezuela. Entlarvung der US-Intervention gegen Hugo Chavez und die Bolivarische Revolution“ von Eva Golinger lesen. In der Welt würden viele manipuliert und angelogen; seine Anhänger sollten ihr Bewusstsein daher weiter verbreiten, animierte Chavez die Zuhörer mit fester und entschlossener Stimme.

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