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Chaos-AKW: Schweres Erdbeben erschüttert Fukushima

Nach dem Beben gaben die Behörden eine Tsunami-Warnung aus.
Nach dem Beben gaben die Behörden eine Tsunami-Warnung aus. ©AP/Kyodo News
Ein Erdbeben der Stärke 6,8 bis 7,3 hat die Region Fukushima erschüttert. Die japanischen Behörden gaben eine Warnung vor einem voraussichtlich einen Meter hohen Tsunami aus, berichtete der Fernsehsender NHK in der Nacht auf Samstag (Ortszeit).
Neue Probleme in Fukushima

Nach ersten Angaben des gleichnamigen Radiosenders wurden von der Atomruine Fukushima Daiichi zunächst keine neue Schäden oder veränderte Strahlenmesswerte gemeldet. Der Betrieb prüfe noch die Auswirkungen. Erst vor zwei Wochen waren neue Meldungen über die anhaltenden Probleme mit radioaktivem Wasser in dem havarierten AKW bekannt geworden.

Unterschiedliche Stärke-Angaben

Nach japanischen Angaben hatte das Beben eine Stärke von 6,8. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben um 02.10 Uhr (19.10 Uhr MEZ) eine Stärke von 7,3. Das Epizentrum liege in zehn Kilometern Tiefe vor der Ostküste Japans, 300 bis 350 Kilometer von größeren Städten Japans entfernt wie Namie, Ofunato oder Yamoto. Bis Tokio seien es 475 Kilometer.

Beben 2011 kostete 210 Mrd. Dollar – ohne AKW

Am 11. März 2011 hatte ein noch stärkeres Erdbeben in Fukushima die weltweit schwerste Atomkatastrophe seit Tschernobyl ausgelöst: Der Stoß mit der Stärke 9,0 und eine Flutwelle beschädigten das dortige Atomkraftwerk schwer. Knapp 16.000 Menschen bei Erdbeben und Flutwelle kamen ums Leben, etwa 2.650 gelten noch heute als vermisst.

Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört, Zehntausende Menschen mussten die radioaktiv verseuchte Region verlassen. Der Rückversicherer Munich Re sprach von der teuersten Naturkatastrophe aller Zeiten. Das Unternehmen schätzte den volkswirtschaftlichen Schaden auf 210 Milliarden US-Dollar (155 Milliarden Euro) – ohne die Folgen des Atomunglücks. (red/APA)

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