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CH: Probleme im Straßen- und Schienenverkehr

Die Situation auf dem Schweizer Straßen- und Schienennetz ist nach wie vor prekär. Bisher konnten nur wenige der unterbrochenen Strecken wieder in Betrieb genommen werden.

Einzelne Abschnitte dürften über Monate hinweg unterbrochen sein. Mit der Lötschberg-Strecke konnte in den frühen Mittwochmorgenstunden eine der wichtigsten Schienen-Transitachsen durch die Schweiz mit Einschränkungen wieder in Betrieb genommen werden. Für längere Zeit unterbrochen ist die Gotthard-Achse. Einzelne Züge werden via Simplon/Wallis durch die Schweiz gefahren.

Zum Teil wieder funktionstüchtig ist der Bahnhof Ziegelbrücke, so dass die SBB-Strecke Zürich-Chur wieder in Betrieb genommen werden konnte. Die Strecke Glarus-Linthal hingegen musste am Dienstagabend wegen eines neuen Erdrutsches in Enneda gesperrt werden, wie die SBB am Mittwoch mitteilte. Unverändert präsentiert sich die Situation in der Innerschweiz und im Berner Oberland. In diesen Regionen konnten bisher keine Strecken in Betrieb genommen werden.

Auch auf dem Straßennetz präsentierte sich Mittwoch früh dasselbe Bild. Von den vier großen Nord-Süd-Achsen sind einzig die Routen über den Großen St. Bernhard und den San Bernardino befahrbar. Auf der A2 ist der Gotthard-Tunnel, die Strecke zwischen Altdorf und Erstfeld und der Anschluss Luzern-Zentrum gesperrt. Die A4 ist zwischen Goldau und Brunnen nicht passierbar, und die A6 ist zwischen Muri und Kiesen nach wie vor gesperrt. Die A8 ist im Kanton Obwalden und auf Berner Seite an mehreren Stellen unterbrochen.

Hochwasserlage in der Schweiz hat sich beruhigt

Die Lage in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten der Zentralschweiz hat sich in der Nacht zum Mittwoch beruhigt. Den Behörden wurden keine weiteren Schäden oder Ereignisse gemeldet. In Luzern, wo die Altstadt überflutet wurde, heulten zwar die Sirenen. Es handelte sich aber um einen Fehlalarm, wie der Rundfunk berichtete.

Auch konnten einzelne Streckenabschnitte des Eisenbahnnetzes wieder in Betrieb genommen werden. Die Pegel der Seen in den Hochwasser-Gebieten der Zentralschweiz haben sich auf sehr hohem Niveau stabilisiert.

Die Behörden gingen von zunächst sechs Todesopfern auf. Eine siebte im Walensee gefundene Leiche könnte auch bereits zu einem früheren Zeitpunkt tot gewesen sein. Im Kanton Bern blieb die Lage aber weiterhin angespannt. In den Unwettergebieten des Berner Oberlandes, in Thun und in einem Stadtviertel von Bern bereiten die Folgen des Hochwassers nach wie vor große Probleme. So gibt es in der Hauptstadt vereinzelt immer noch keinen Strom, wie die Stadtpolizei meldete.

Nach ersten Aufräumarbeiten konnte der Zugverkehr zwischen Zürich und Chur zum Teil wieder aufgenommen werden. Unverändert schwierig ist die Verkehrslage auf dem Schienennetz in der Zentralschweiz und im Berner Oberland.

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