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Causa Tiertransporte - Neos: "Wer wird hier unter Druck gesetzt"?

Pointner: "Hier liegen Fakten vor".
Pointner: "Hier liegen Fakten vor". ©VOL.AT/Steurer
Eine "völlige Verdrehung des Sachverhalts" seitens der Verantwortlichen wittern die NEOS in der Causa Tiertransporte um Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger. Dieser habe "offenbar nicht den Anstand, für den Tierschutz-Skandal gerade zu stehen."
NEOS: "Abenteuerliche Geschichte"

Die NEOS setzen in der Causa Tiertransporte erneut nach. Zur Erinnerung: 21 Kühe sollen laut NEOS-Angaben illegal zur Schlachtung nach Graz transportiert worden sein. Nachdem der Schlachtbetrieb Marcher die Version von Josef Moosbrugger bestätigte – demnach habe es sich um eine einmalige Probelieferung gehandelt – sprechen die NEOS nun von Druckausübung. Zuletzt habe der Großschlachtbetrieb Moosbruggers Version, wonach es sich um eine einmalige Probelieferung gehandelt hätte, nicht bestätigt.

Pointner: “Alle haben große Angst vor Repressalien”

“Ich bin entsetzt darüber, wie groß der Druck sein muss, der hier seitens der Verantwortlichen aufgebaut wird. Zahlreiche Insider haben sich in den letzten Stunden bei mir gemeldet und über dubiose Vorkommnisse berichtet – sie alle haben aber große Angst vor Repressalien. Das ist genau die Art von Machtpolitik, gegen die ich mich mit aller Kraft zu Wehr setze. Und ich vertraue darauf, dass die Menschen in Vorarlberg derartige Machenschaften durchschauen”, so Pointner.

“Hier liegen Fakten vor”

Es sei, so NEOS-Abgeordnete Martina Pointner, die die Causa aufbrachte, ein Fakt, dass die “angebliche Probelieferung” stattgefunden habe und dass dadurch “vermutlich die Tiertransportbestimmungen massiv missachtet wurden.” Pointner: “Hier liegen Fakten vor, die nachgeprüft werden können. Ein verantwortlicher Politiker und Obmann der ‚Ländle Viehvermarktung eGen’ wie Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger kann sich nicht einfach auf andere, wie etwa den Transporteur oder seine Mitarbeiter, hinausreden”.

NEOS: “Moosbrugger trägt zumindest moralische Verantwortung”

Von Seiten der “Ländle Viehvermarktung eGen” sei gegenüber Medien bestätigt worden, dass der Transport aufgrund preislicher Vorteile erfolgte. “Für diesen Tierschutz-Skandal trägt Josef Moosbrugger als Obmann der Genossenschaft zumindest die moralische Verantwortung. Er hat offenbar nicht den Anstand, dafür gerade zu stehen. Funktionäre wie er sind genau der Grund, warum viele Menschen die Nase voll haben von der Politik”, so Pointner.

Die NEOS haben nun eine Anfrage an Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Erich Schwärzler eingebracht, um weitere Fragen hinsichtlich Tiertransporte zu klären.

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