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Caritas Vorarlberg baut Angebot zur Unterstützung junger Mütter aus

MUKI-Leiterin Regina Nopp mit der kleinen Miriam in einer der Startwohnungen.
MUKI-Leiterin Regina Nopp mit der kleinen Miriam in einer der Startwohnungen. ©VOL.AT/Hofmeister
Feldkirch - Keinen familiären Rückhalt, eine Trennung vom Partner, drohende Obdachlosigkeit oder finanzielle Probleme - die Gründe sind vielfältig, warum Frauen mit Kindern Unterstützung suchen. Die Caritas Vorarlberg baut daher das Angebot der Wohngemeinschaft Mutter und Kind, kurz MUKI, um mehrere Appartements aus.

Bisher bot die WG sieben Müttern und deren Kindern Platz inklusive einer intensiven Betreuung der Familien. Rund um die Uhr unterstützt das Team der Caritas die Familien bei der Klärung der finanziellen Situation, der Versorgung der Kinder oder bei der beruflichen Orientierung. Nun wurde die Wohngemeinschaft um vier Kleinappartements erweitert. In jeder dieser Startwohnungen finden eine Mutter und bis zu drei Kinder Platz für einen reibungslosen Start in die Zukunft.

Nur Platz für jede fünfte Familie

Der Ausbau war dringend notwendig. Laut Regina Nopp, Leiterin des MUKI, gibt es pro Jahr an die hundert Anfragen von bedürftigen Müttern um einen Platz in der WG. Da die Familien aber durchschnittlich ein halbes Jahr in der Obhut der Caritas verbringen, hat die Wohngemeinschaft nur Platz für zirka 20 Frauen und 30 Kindern pro Jahr. 2012 waren es insgesamt 18 Mütter mit 24 Kindern, die hier ein vorübergehendes Zuhause fanden. Aufgenommen wurden vor allem junge Familien, mehr als die Hälfte der Kinder war nicht älter als ein Jahr, nur ein Kind älter als fünf Jahre.

Unterstützung bei der Lebensplanung

Neben einem Platz zum Leben bietet das MUKI den Familien ein Alltagstraining an. “Dabei helfen wir den Frauen beim Kochen, finanziellen Themen, bei Fragen rund ums Kind wie Erziehung, Pflege und der Mutter-Kind-Bindung”, erklärt Regina Nopp den Zweck des Trainingsangebotes.

Die meist jungen Mütter sind auf dieses Angebot auch dringend angewiesen. Im letzten Jahr war keine der Frauen älter als 30, zwei der 18 waren noch minderjährig. Zusätzlich verfügten 90 Prozent der Mutter-Kind-Familien zum Zeitpunkt der Aufnahme ein Einkommen unter der Armutsgrenze, 15 Frauen wurden im Auftrag der Jugendwohlfahrt unterstützt. Bei der Betreuung der Kinder arbeitet die Caritas mit dem Mutter-Kind-Zentrum zusammen.

Sicherung des Kindeswohls im Vordergrund

Der Hauptgrund für die Aufnahme der Frauen war die Sicherung des Kindeswohls, gefolgt von Konflikten mit der eigenen Familie, Wohnungslosigkeit, finanziellen Schwierigkeiten und Scheidungen. Bei Gewalt in der Familie sei die Caritas aber die falsche Adresse, warnt Nopp. Die MUKI ist frei zugänglich, die Adresse öffentlich bekannt. Gewaltopfer sollten sich an das IfS wenden, dessen FrauennotWohnung könne den benötigten Schutz bieten.

Wohin zieht es die Frauen nach dem MUKI? 2012 zogen die meisten entweder in eine eigene Wohnung oder fanden Platz in einer anderen Sozialeinrichtungen wie beispielsweise Krisenwohnungen. Andere kehrten zu ihrer Familie zurück, fanden Platz bei Verwandten oder zogen mit ihrem (neuen) Partner zusammen.

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