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BZÖ Vorarlberg präsentierte Landtagswahl-Spitzenkandidaten

Schwarzach - Das BZÖ Vorarlberg hat am Mittwoch den ehemaligen FPÖ-Kommunalpolitiker Wolfgang Maurer als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im September vorgestellt. Maurer nannte den Einzug in den Landtag als Ziel, ohne sich auf ein prozentuelles Ergebnis festlegen zu wollen. | Maurer will Einzug schaffen

Der designierte BZÖ-Landesobmann und Nationalratsabgeordnete Christoph Hagen zeigte sich von einem Erfolg bei der Wahl überzeugt und sah Maurer als “Signal an die Unentschlossenen, die mit der FPÖ und der ÖVP unzufrieden sind”.

Sowohl Hagen als auch Maurer erklärten den Einzug in das Landesparlament, für den in Vorarlberg fünf Prozent der Stimmen notwendig sind, als “realistisches Ziel”. Vorarlberg sei ein guter Boden für freiheitlich denkende Menschen, zudem sei man besser organisiert als in anderen Bundesländern, wo das BZÖ mit Ausnahme von Kärnten keinen Landtagssitz hat. Hagen setzt außerdem auf rund 12.000 Kärntner, die in Vorarlberg leben.

Weitere Namen für seine Liste zur Landtagswahl gab das BZÖ vorerst nicht bekannt, das Team werde am 7. Mai bei einem Landeskonvent präsentiert. Bezüglich des Wahlkampfbudgets sei man noch in Verhandlung, “das wird auch davon abhängen, wie stark wir bei der EU-Wahl abschneiden”, bekannte Hagen. Der Landeskonvent werde auch Startschuss zum Ausbau der Parteistruktur sein, etwa zur Bildung von Ortsgruppen. “Wir sind eine wachsende Organisation”, berichtete der Nationalratsabgeordnete von derzeit insgesamt etwa 600 Mitgliedern, von denen 150 aktiv seien.

Hagen lobte den selbstständigen Unternehmer Maurer – er betreibt zwei Fitness-Anlagen – als ziel- und lösungsorientierten Politiker, “der weiß, wovon er spricht”. Insbesondere die Wirtschaftskompetenz haben den Ausschlag zugunsten von Maurer gegeben. “Er hat nach langem ‘Beknien’ zugesagt”, so Hagen. Maurer erklärte sein Engagement für das BZÖ mit der Bürgernähe, um die sich die Partei bemühe: “Das tun die Freiheitlichen nicht mehr”. Der freiheitlichen Gesinnung sei er immer treu gewesen.

Der 44-jährige Maurer begann seine politische Laufbahn 1997 in der FPÖ-Ortsgruppe Rankweil (Bezirk Feldkirch). Anschließend stieg er unter anderem bis in den Landesparteivorstand und die Bundesparteileitung auf und war 1999 FPÖ-Spitzenkandidat im Wahlkreis Vorarlberg Süd. Von 1999 bis 2005 war er Gemeinderat in Rankweil. Problemlos verlief seine FPÖ-Karriere aber nicht: 2002 wurde er wegen parteischädigenden Verhaltens aus der Partei ausgeschlossen, laut Maurer wurde der Ausschluss nach einem gerichtlichen Entscheid aber wieder aufgehoben. 2008 trat er schließlich von sich aus der FPÖ aus.

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