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BZÖ bisher recht schwach

Einen eher schwachen Start legte das 2005 von der FPÖ abgespaltete BZÖ Jörg Haiders hin. Die Nationalratswahl 2006 brachte nach einem destaströsen Start bei Landtagswahlen einen ersten bescheidenen Erfolg: Mit 4,11 Prozent schaffte man gerade den Einzug und bekam sieben Mandate.

Dies gelang aber nur dank einem hervorragenden Kärntner Ergebnis; in allen anderen Ländern blieben die Orangen klar unter der Vier-Prozent-Hürde. Die FPÖ war in allen Wahlen seit der Spaltung weitaus erfolgreicher.

Die einzige Ausnahme war Kärnten bei der NR-Wahl 2006: Dort lag das BZÖ mit 24,90 Prozent vor der FPÖ und sicherte dem Bündnis bundesweit mehr als vier Prozent. Mit dem Kärntner LH Jörg Haider – der freilich nicht ins Parlament wechseln will – als Spitzenkandidaten hofft das BZÖ heuer auch in den anderen Ländern auf bessere Resultate. 2006 gewann man dort nur zwischen 1,72 (Burgenland) bzw. 1,82 (Wien) und 3,27 Prozent (Tirol) der Wähler.

Dass das BZÖ außerhalb Kärntens (wo nächstes Jahr der Landtag neu gewählt wird) bisher nicht besonders auf Anklang stößt, zeigten auch die Landtagswahlen: 2005 gab es in der Steiermark nur 1,72 Prozent, in Wien 1,15 Prozent und in Niederösterreich heuer gar nur mehr 0,72 Prozent. In Tirol im Juni trat man dann (wie auch bei der Gemeinderatswahl im Burgenland 2007) erst gar nicht an. Ein Zwischenerfolg gelang heuer bei der Grazer Gemeinderatswahl mit 4,31 Prozent und zwei Mandaten.

Die FPÖ ging aus der Spaltung im Jahr 2005 als die weitaus erfolgreichere Partei hervor: Bei der NR-Wahl 2006 bekam sie fast drei Viertel der Stimmen aus dem “Dritten Lager”, wie schon zuvor bei der Steiermark-Wahl 2005. In Wien – der Heimatstadt des neuen FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache – ging das Match sogar 9:1 für die FPÖ aus. Und zuletzt in Niederösterreich entschieden sich nur mehr 6,4 Prozent der “freiheitlichen” Wähler für das BZÖ. Mit ihren 4,11 Prozent bei der NR-Wahl 2006 blieb das BZÖ auch unter allen Ergebnissen, die die FPÖ seit ihrer Gründung bekam.

Die zweite FPÖ-Abspaltung, das Liberale Forum Heide Schmidts, schnitt bei seinen ersten Wahlen in den 90er-Jahren deutlich besser ab: Das kam ein Jahr nach der Gründung 1994 auf 6,0 Prozent und elf Mandate im Nationalrat und blieb auch bei der vorgezogenen Wahl 1995 drinnen. 1999 musste sich das LIF allerdings verabschieden. Heuer kandidiert es erstmals wieder selbstständig, mit Parteigründerin Schmidt als Spitzenkandidatin.

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