Burschen verletzen sich in Wien beim Feuerwerkskörper-Zünden

Nicht alle Raktenabschüsse verliefen glimpflich
Nicht alle Raktenabschüsse verliefen glimpflich ©APA/FLORIAN WIESER
Zwei Jugendliche haben sich in Wien-Floridsdorf in der Silvesternacht beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern schwer verletzt. Den pyrotechnischen Gegenstand hatten der 13- und der 14-Jährige gefunden. Wie die Berufsrettung berichtete, dürften die beiden Burschen mit Schwarzpulver in Kontakt gekommen sein, das beim Entzünden zu einer Stichflamme führte. In Simmering verletzte sich ein 33-Jähriger vermutlich durch die Verwendung von Pryrotechnik laut Polizei schwer im Gesicht.

Die beiden Burschen erlitten schwere Verbrennungen im Gesicht und an den Händen, der 13-Jährige wurde außerdem an den Augen verletzt. Insgesamt 928 Mal rückten Einsatzkräfte der Wiener Rettungsorganisationen von 7.00 Uhr am letzten Jahrestag bis 7.00 Uhr am Neujahrstag aus.

Die Wiener Polizei verzeichnete vom Silvestertag bis in die Morgenstunden des 1. Jänners 4.746 Notrufe, woraus 1.877 Einsätze resultierten. Es wurden sechs Personen festgenommen, drei davon wegen tätlichen Angriffen auf Polizisten in der Innenstadt, die anderen drei wegen verwaltungsrechtlichen Delikten.

Im Bezirk Landstraße sollen fünf bisher unbekannte Personen zwei Männer mit Faustschlägen und Tritten attackiert haben. Dabei dürfte auch ein Teleskopschlagstock verwendet worden sein. Eines der beiden Opfer kam mit schweren Verletzungen in den Schockraum eines Spitals, sein Begleiter wurde leicht verletzt.

In Simmering entstand ein Brand auf einem Balkon, vermutliche ausgelöst durch Feuerwerkskörper. Die Flammen wurden von der Berufsfeuerwehr gelöscht. Polizisten machten die mutmaßliche Verursacherin, die gegenüber wohnt, ausfindig.

In der Donaustadt wurde das Fenster eines Jugendheimes durch Pyrotechnik beschädigt, was einen kurzen Brand der Fassade zur Folge hatte. Ein Security-Mitarbeiter wurde durch Glassplitter im Gesicht verletzt, ein Kind erlitt vermutlich ein Knalltrauma. Ein 15-jähriger und ein 16-Jähriger wurden als mutmaßliche Verursacher in der Nähe angehalten.

153 Einsätze wegen Lärmerregungen und 473 wegen der Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen wurden von der Wiener Polizei abgewickelt. Insgesamt wurden 60 Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz gelegt und 22 Organmandate eingehoben. Zahlreiche pyrotechnische Gegenstände stellten die Beamten sicher. Im Laufe des Silvester-Einsatzes kontrollierten Polizisten insgesamt mehr als 150 Lokale. Lediglich drei waren auch nach der vorgeschriebenen Sperrstunde um 22.00 Uhr weiterhin in Betrieb. Bei den kleinen Anti-Maßnahmen-Demos gab es keine Zwischenfälle.

Zahlreiche Einsätze, nämlich knapp 270, innerhalb von 24 Stunden ab Silvestertag in der Früh meldet auch die Berufsfeuerwehr Wien. Etliche Balkonbrände, brennende Abfallbehälter, Vegetations- und diverse Kleinbrände gehörten neben den technischen Hilfeleistungen zum Einsatzspektrum. Ab 22.00 Uhr wurde erhöhte Einsatzbereitschaft ausgerufen.

(APA)

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