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Bürgerprotest in Braz

Der Ärger über das starke Verkehrsaufkommen durch das Brazer Ortsgebiet formiert sich unter der Bevölkerung schon lange. Nun fordern die Anrainer mit einer Unterschriftenaktion Maßnahmen. Antrag L 97 Arlbergstraße

Gerade im Sommer waren aufgrund der Sanierung des Gasteltobels und der daraus resultierenden Staus auf der S 16 zahlreiche Verkehrsteilnehmer auf die Arlbergstraße L 97 ausgewichen. „Der Verkehr im Ortsgebiet war zu der Zeit enorm“, klagen Hubert Nessler und Hartwig Amann. „Das war der Auslöser für den Start unserer Unterschriftenaktion“. „Ich sehe nicht ein, wieso man die Todesstrecke S 16 mitten ins Dorf verlegt, wo sich der Kindergarten, die Volksschule, die Hauptschule des ganzen Tals sowie das neue Sozialzentrum an dieser Straße befinden,“ macht Amann seinem Ärger Luft.

„Gefordert wird ein ganzer Maßnahmenkatalog, damit das Verkehrsaufkommen für jeden der an dieser Straße lebt, erträglich wird“, erläutert Nessler im „VN“-Gespräch. Wichtige Anliegen sind die Temporeduktion auf 40 km/h und ein generelles Fahrverbot für den Schwerverkehr-Transit. „Eine Geschwindigkeitsreduzierung bei Bussen und Lkw würde die Lärmsituation wesentlich verbessern und auch das Bespritzen von Fußgängern und Hauswänden mit salzigem Schneematsch im Winter reduzieren“, ist sich Nessler sicher.

Rund 100 Unterschriften von direkt an der Straße lebenden Personen haben die beiden zusammengetragen. „Anfangs waren wir skeptisch, ob die Unterschriftenaktion Anklang findet“, so die Initiatoren, „nachdem wir die ersten Häuser abgeklappert hatten, waren wir überzeugt, es ist der richtige Weg. Wir wurden ermutigt, weiterzukämpfen“.

Unterschriftenaktion

Heute Freitag werden die Unterschriften an Bürgermeister Werner Walser übergeben. „Jetzt ist die Gemeindevertretung am Zug, die Anliegen der Brazer Bürger an die Bezirkshauptmannschaft Bludenz weiterzuleiten.“ Da es sich bei der Arlbergstraße um eine Landesstraße handelt, liegt die Bewilligung der geforderten Änderungen im Kompetenzbereich der Bezirkshauptmannschaft. „Es wäre schön, wenn wir die Forderungen durchsetzen können. Jede Maßnahme, die dazu beträgt, die Verkehrssicherheit im Ortsgebiet zu steigern, ist begrüßenswert“, sagt Gemeindechef Walser. „Tempo 40 ist sicher möglich. Allerdings bei einem generellen Schwerverkehr-Transit-Verbot glaube ich nicht, dass es durchsetzbar ist“, macht Walser kaum Hoffnung.

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