AA

Bundestagswahl in Deutschland: Fingerzeig für Österreich?

Wahlausgang in Deutschland: Auch in Fingerzeig für Österreich?
Wahlausgang in Deutschland: Auch in Fingerzeig für Österreich? ©AP
Der Ausgang der Bundestagswahl in Deutschland beschäftigt auch die Parteispitzen in Vorarlberg. Viele sehen einen Fingerzeig in Richtung österreichische Nationalratswahl, die am 29. September über die Bühne geht.
Triumphtag für Merkel

“Ich gratuliere Angela Merkel und der CDU ganz herzlich zum beeindruckenden Wahlerfolg gestern Abend,” zeigt sich Landeshauptmann Markus Wallner am Montagmorgen erfreut. “Die starken Zugewinne der CDU sind der Lohn für die hervorragende Arbeit der Kanzlerin in der vergangenen Periode.” Wallner lobt insbesondere den “besonnenen und sachorientierten Führungsstil” der deutschen Kanzlerin. Er hoffe außerdem, “dass wir dieses tolle Ergebnis auch noch als Motivation für die ÖVP in der letzten Woche des Wahlkampfs nutzen können.”

Ritsch: “Bedürfnis nach Stabilität”

Auch SPÖ-Klubobmann Michael Ritsch gratuliert Merkel zu ihrem Wahlerfolg. “Es hat sich gezeigt, dass die Menschen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten offensichtlich eine stabile Regierung wünschen.” Genau darauf hofft Ritsch am 29. September. Das bescheidene Ergebnis der SPD will er nicht getrennt betrachten. Beziehe man die Linke in die Analyse ein, ergebe sich eine beachtliche Zustimmung von rund 35 Prozent. Über ein solches Ergebnis würde er sich in Österreich freuen.

Egger sieht “Signal für Österreich”

FPÖ-Klubobmann Dieter Egger zieht zwei Erkenntnisse aus dem deutschen Urnengang. Erstens: Die Wähler hätten den Grünen eine klare Absage erteilt, weil die nichts anderes als eine “Verbots- und Belastungspartei” seien. Und in der Schlappe der FDP sieht Egger die Rechnung dafür, dass die Freidemokraten keinerlei Werte vertreten und lediglich dem “Diktat der EU” folgen würden. Beides sehe er als “Signal in Richtung Österreich”. Wie übrigens auch die gestiegene Wahlbeteiligung, die sich Egger auch in Österreich wünschen würde.

Rauch: “Nicht ganz unerwartet”

Nüchtern analysiert Johannes Rauch von den Grünen den Wahlausgang. “Nicht ganz unerwartet” sei das schlechte Abschneiden der deutschen Schwesterpartei gewesen. Gerade in der Themensetzung sei nie klar gewesen, wo eigentlich der Schwerpunkt gelegen habe. Ebenso wenig überraschend war aus seiner Sicht, dass die FDP den Einzug in den Bundestag nicht geschafft hat: “Wer 100 Punkte verspricht und keinen einzigen hält, braucht sich nicht zu wundern.” Sorgen macht ihm der Aufschwung der europakritischen AfD: Wenn schon beim “Zugpferd” Deutschland die EU-Skepsis derart stark zunehme, müsse man dringend über notwendige Reformen nachdenken. (MST)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Bundestagswahl in Deutschland: Fingerzeig für Österreich?
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen