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Bundesliga-Stadion für Bregenz? Entscheidung gefallen

©Stadt Bregenz; VOL.AT; Canva
In der Stadtvertretung am 15. Juni wurde darüber entschieden, ob es ein Bundesliga-Stadion in Bregenz geben wird.
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Bei der Stadtvertretungssitzung wurde darüber entschieden, ob es ein Stadion für Bregenz geben wird.

So wurde entschieden

In der Stadtvertretung am 15. Juni wurde beschlossen, das ImmoAgentur-Stadion in Kooperation mit den Fördergebern Bund und Land sowie den Vereinen SC Austria Lustenau und SW Bregenz für den Spielbetrieb in der ersten österreichischen Fußballbundesliga zu adaptieren.

Die Projektkosten dafür betragen rund 1,7 Millionen Euro netto. Nach Abzug der Förderungen sowie einer erheblichen Kostenbeteiligung von Austria Lustenau verbleibt der Stadt ein Aufwand von 677.000 Euro, der sich allerdings noch durch Einnahmen aus den Spielen der Lustenauer reduziert.

©Stadt Bregenz

Intensive Besprechungen

Wie Bürgermeister Michael Ritsch betonte, müsse für die Bundesligatauglichkeit eine mobile Rasenheizung installiert werden. Dabei handelt es sich um den Einbau einer Leerverrohrung und – im sehr seltenen Bedarfsfall – um die Anmietung einer mobilen Wärmequelle. Die Kosten für diese Rasenheizung werden von Austria Lustenau übernommen. Des Weiteren wird die bestehende Flutlichtanlage modernisiert, um die Leuchtstärke unter Verwendung effizienter LED-Technik von 500 auf 1.000 Lux zu erhöhen. Es gibt auch eine geringfügige Vergrößerung des Spielfeldes auf 105 x 68 m mittels eines Kunstrasens. Ebenso wird die übrige technische Infrastruktur – unter anderem durch die Installation einer Videoüberwachung – teilweise modernisiert und erweitert. Diverse Adaptierungen werden schließlich auch bei den offenen und überdachten Sitz- und Stehplätzen sowie bei den Sanitäreinrichtungen und in anderen Bereichen durchgeführt.

Dem Projekt gingen intensive Besprechungen sämtlicher Systempartner voraus. Hintergrund ist die Tatsache, dass Austria Lustenau bis zur Fertigstellung des neuen Reichshofstadions 2025 dringend einen alternativen Austragungsort für Heimspiele benötigt und ohne die Hilfe von Bregenz keinen anderen akzeptablen gefunden hätte. Es gehe daher neben anderen Aspekten auch darum, einer benachbarten Gemeinde und ihrem größten Sportverein in einer solchen Problemlage zu helfen, meinte Bürgermeister Michael Ritsch. Ein bundesligafittes ImmoAgentur-Stadion macht aber auch noch aus einem weiteren Grund Sinn. SW Bregenz hat gerade selbst erst einen großen sportlichen Erfolg verzeichnet. Der Fußballklub wurde Meister in der Regionalliga West, spielt ab Herbst 2023 in der zweithöchsten österreichischen Spielklasse und hofft natürlich ebenso, sich dort behaupten zu können.

"Machen 'Bodenseestadion' Zukunftsfit"

„Ich mache absolut kein Geheimnis daraus, dass ich keine große Freude mit der Installation einer Rasenheizung, auch wenn es eine Leerverrohrung ist, im ImmoAgentur-Stadion habe – sie ist aber nun mal leider eine Notwendigkeit in Sachen Fußball. Viel wichtiger ist mir, dass die Adaption von Flutlicht, Zuschauerrängen, Videoüberwachung und sonstigen kleineren Adaptierungen allen Sportvereinen im Stadion etwas bringen und nicht nur auf den Fußball fokussiert sind. Wir machen mit dieser Investition unser „Bodenseestadion“ wieder Zukunftsfit und das ist ein Bekenntnis für jegliche Sportveranstaltung in unserer Stadt. Weiterhin wird demnach auch die Leichtathletik ihre Heimat im Stadion haben und dort ihre Trainings und Großveranstaltungen abhalten können. Die kolportierte Rasenheizung wurde nämlich bewusst auf eine Tiefe von 25-30 cm gesetzt, damit Speer- und Diskuswurf auch weiterhin möglich sein wird – anders wie in manch anderen Fußballstadien“, erklärt Sportstadtrat Michael Felder.

(VOL.AT)

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