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Bäuerliche Leistungen werden abgegolten

Diese Woche beginnen seitens der Agrarmarkt Austria (AMA) die Auszahlungen des agrarischen Umweltprogramms 2007 und der Bergbauernförderung.

„Es ist leider nicht möglich, dass die Bauern ihr Einkommen ausschließlich durch den Verkauf ihrer Produkte erzielen können“, bedauert Agrarlandesrat Erich Schwärzler, „Daher ist es notwendig, dass ihre Leistungen sowie die Bewirtschaftung von rund 107.000 Hektar Fläche, davon 557 Alpen, auch öffentlich abgegolten werden.“

Das Land Vorarlberg stellt knapp sechs Millionen Euro zur Verfügung, davon 3,3 Millionen Euro zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft (ÖPUL) und 2,5 Millionen Euro für die Förderung von Landwirtschaften in benachteiligten Gebieten (Ausgleichszulage). Insgesamt erhalten Vorarlbergs Bauern im agrarischen Umweltprogramm 16,2 Millionen Euro und als Bergbauernförderung 12,2 Millionen Euro.

Die Zahlungen werden durch die Agrarmarkt Austria abgewickelt. „Durch diese Erschwernis- und Leistungsabgeltungen werden der Vorarlberger Weg für die Bauern und der Arbeitsplatz Bauernhof weiter abgesichert“, betont Landesrat Schwärzler. Bauern halten Bergregionen und Gemeinden offen

Die bodengebundene viehhaltende Landwirtschaft hat in Vorarlberg einen traditionell hohen und gesellschaftlich anerkannten Stellenwert, die bäuerlichen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag für Lebensqualität und Attraktivität des Landes. „Es gibt in Europa einige Gebiete, in denen die bäuerliche Viehhaltung und Bodenbewirtschaftung nicht mehr erbracht werden. Verödung und Verbuschung der Landschaften sind die Folge. Durch die Erschwernis- und Leistungsabgeltungen erhalten unsere Bauern nicht nur einen wichtigen Einkommensbestandteil, sondern auch den Anreiz, die Funktionalität und Struktur des ländlichen Raumes zu erhalten“, so Landesrat Schwärzler.

Auch die Tourismusbranche weiß um den Stellenwert einer gepflegten Landschaft als Grundlage für das Geschäft von morgen. Durch das agrarische Umweltprogramm findet zudem eine zunehmende Ökologisierung der Landbewirtschaftung statt, die die Chance bietet, nicht nur unseren bäuerlichen Familienbetrieben, sondern auch Natur und Umwelt Perspektive und Zukunft zu geben. „Gerechte Entlohnung für harte Arbeit“

Die Bergbauernförderung und das Umweltprogramm schaffen Anreize zur Einführung oder Beibehaltung von Produktionsverfahren, die auf den Schutz der Umwelt und der Landschaft, der natürlichen Lebensgrundlagen, der Böden und der genetischen Vielfalt abzielen. Landesrat Schwärzler: „Seit Jahrhunderten werden die Felder und Alpen in Vorarlberg von Bauern bewirtschaftet. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Daher sind die Leistungen der Bauern, die maßgeblich unsere Kulturlandschaft offen halten und gestalten, fair abzugelten. ÖPUL und Ausgleichszulage sind wichtige Signale für eine gerechte Entlohnung der Bergbauern für ihre harte und unverzichtbare Arbeit.“

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