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Bürgermeister überraschte Opposition

Auf diesem rund 4000 Quadratmeter großen Areal beim Bahnhof wird die neue Dienststelle für die Bundespolizei entstehen.
Auf diesem rund 4000 Quadratmeter großen Areal beim Bahnhof wird die neue Dienststelle für die Bundespolizei entstehen. ©Josef Hagen
Bau eines neuen Bundespolizeireviers am Dornbirner Bahnhof beschlossen.

Dornbirn. (rha) Bereits nächstes Jahr wird mit den Planungen für ein neues Amtsgebäude der Bundespolizei beim Bahnhof begonnen. Dies kündigte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner bei einem Kurzbesuch in Dornbirn an. Im Rathaus ist man zufrieden, denn die Verlegung der Dienststelle stand auf der Wunschliste der Stadt ganz oben. Immerhin erhoffen sich die Politiker, dass sich dasAdd an Image subjektive Sicherheitsgefühl der Bus- und Bahnpassagiere deutlich verbessert, wenn die Exekutive in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes stationiert ist.

Dass Bürgermeister Wolfgang Rümmele den Stadtrat nicht unmittelbar nach dem hohen Besuch aus Wien über die Zusage informierte, sondern dies erst in seiner Budgetrede nachholte, sorgte bei SP-Stadtchef Gebhard Greber für einigen Unmut. Er hätte sich erwartet, dass auch die „nichtschwarzen Stadträte“ rechtzeitig auf den neuesten Stand gebracht worden wären. Stadtrat Walter Schönbeck, Chef der Freiheitlichen, der sich seit Jahren vehement für eine ständige Überwachung des Bahnhofs durch die Exekutive stark macht, verschlug es zuerst einmal die Sprache. Erst zwei Tage später meldete er sich zu Wort: „Wer unsere freiheitlichen Forderungen und Ideen schlussendlich umsetzt, ist mir wirklich egal.“ Die Weichen für den Standortwechsel stellte die Stadt vor wenigen Wochen mit dem Kauf eines rund 4000 Quadratmeter großen Grundstücks von den ÖBB, das derzeit als Parkplatz dient.

Bau auf Kosten der Stadt

Dornbirn ist sogar bereit, das Gebäude auf eigene Kosten zu errichten und es dann dem Innenministerium zu vermieten. Bei so viel Großzügigkeit konnte die Ministerin wohl nicht Nein sagen. Außerdem kann die Raumnot, die am derzeitigen Standort an der Stadtstraße herrscht, auf einen Schlag behoben werden. Laut Aussage von Mikl-Leitner soll 2014 mit dem Bau des neuen Polizeigebäudes begonnen werden. Die Übersiedlung könnte dann 2015 oder 2016 erfolgen.

Text: Josef Hagen

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