Bürgerforum Vorarlberg: Verkehrsinseln müssen breiteren Radstreifen weichen

Durch den Wegfall der dritten Spur gibt es keinen Platz mehr für eine Verkehrsinsel.
Durch den Wegfall der dritten Spur gibt es keinen Platz mehr für eine Verkehrsinsel. ©VOL.AT/Rauch
Lustenau - Im Bürgerforum Vorarlberg warnt man vor einer Gefahrenstelle auf der Reichsstraße. Durch den Wegfall der Verkehrsinsel seien die Zebrastreifen gefährlicher geworden. Schuld am Verschwinden sind die Radstreifen.
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Die Sanierung der Reichsstraße in Lustenau beschäftigt derzeit das Bürgerforum. “Nun sind Belagsarbeiten fertig gestellt und auch die Straßenmarkierungen wurden wieder aufgebracht. Der Verlauf der Straßenmarkierung beim Fußgängerübergang (Sinohaus) lässt allerdings den Schluss zu, dass das Installieren einer neuen Verkehrsinsel nicht vorgesehen ist”, klagt Markus Langer.

Sorge um Sicherheit der Schüler

Er fürchtet nun um die Sicherheit der Schüler, die diesen Fußgängerüberweg ab September nutzen werden. “Mir ist bewusst, dass hier vor ca. eineinhalb Jahren diesbezüglich extra eine neue Verkehrsampel eingesetzt wurde, es darf jetzt aber NICHT auf die VERKEHRSINSEL VERZICHTET werden”, betont Langer. Vincent Baur sieht beim Zebrastreifen auf Höhe des Sparmarktes ebenfalls eine Gefahrenstelle. “Hier ist die Situation noch gefährlicher, da der Straßenverlauf Richtung Norden kaum einsehbar ist”, warnt der Vater zweier Kleinkinder.

Gemeinde mit Situation nicht glücklich

Die Gemeinde selbst ist mit der aktuellen Situation auch nicht glücklich. “Vor drei Jahren haben wir die Verkehrsinseln hingetan, nun sind sie nicht mehr dort”, bestätigt Verkehrsreferent Dietmar Haller. Man habe die Gemeinde nicht darüber informiert, dass man die Verkehrsinseln entfernen würde. Denn saniert wurde die Reichsstraße vom Eigentümer – dem Land Vorarlberg, da sie Teil der L203 ist.

Breitere Radstreifen statt Verkehrsinseln

“Als wir mit der Sanierung begonnen haben, hatten wir eine Dreispurmarkierung”, erklärt Markus Halbeisen von der Abteilung Straßenbau. Durch die mittlere Abbiegespur hatte man daher Platz für die Verkehrsinseln. Im Rahmen der Sanierung wurden jedoch die Radstreifen auf beiden Seiten auf die neue Standardbreite von 1,5 Metern ausgelegt – womit die dritte Spur wegfällt, die Straße ist nicht mehr breit genug für Verkehrsinseln.

“Es ist immer ein Kompromiss”

Da man auch die Fahrbahn selbst nicht verbreitern konnte, musste im sanierten Bereich auf die Inseln verzichtet werden. Auf Höhe des Zollamts soll jedoch noch eine Verkehrsinsel entstehen. “Es ist immer ein Kompromiss”, erklärt Halbeisen. “Wir haben uns für mehr Schutz für Radfahrer und Fußgänger entschieden.” Denn diese sind nun durch den breiteren Radstreifen weiter vom Verkehr entfernt.

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