Bürgerforum Vorarlberg: Stau vor Strandbad-Kassa unvermeidbar

Eine Umrüstung der Nebeneingänge kommt den Strandbad zu teuer.
Eine Umrüstung der Nebeneingänge kommt den Strandbad zu teuer. ©VOL.AT/Rauch
Bregenz - Das Pfingstwochenende war geprägt durch Sonnenschein, hohen Temperaturen - und Wartezeiten in den Freibädern. Auch vor dem Strandbad Bregenz bildeten sich lange Schlangen. Die Geschäftsführung erklärt, warum.
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Der heißeste Juni-Beginn aller Zeiten bescherte den Freibädern am Pfingstwochenende einen Besucheransturm. Vorarlbergs
Freibäder kratzten an Rekordmarken
– und kämpften gegen Wartezeiten in und vor den Bädern. Vor allem am Strandbad Bregenz bildete sich eine lange Schlange vor dem Eingang. Auch im
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klagt man über die Wartezeit am Pfingstwochenende und wünscht die anderen Eingänge kinderwagengerecht zu gestalten.

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Mehrere Faktoren führten zu Wartezeiten

Geschäftsführer Alexander Fritz betont, dass an Pfingsten mehrere Faktoren Schuld an den Wartezeiten waren. “Da es das erste schöne Wochenende des Jahres war, mussten wir viele Saisonkarten ausstellen und Saisonkabinen vergeben”, erklärt er. Dies benötige nun einmal seine Zeit. Hinzu kommt dass am Montag eines der Bankomatterminals ausgefallen war, bargeldloses Zahlen war daher nur an einer Kassa möglich. “Wir hatten an beiden Kassen drei Personen im Einsatz”, man habe somit getan was man könne. Fritz betont außerdem, dass solche Tage eher die Ausnahme darstellen. “Es gibt vier bis fünf solche Tage im Jahr. Aus unserer Sicht ist es weder sinnvoll noch möglich zusätzliches Personal vorzuhalten, um solche Spitzen abzudecken.”

Kinderwagengerecht = mehr Betrug

Auch für den Vorschlag, die Nebeneingänge für Kinderwägen anzupassen, sieht Fritz schlechte Chancen. “Wenn wir die Drehkreuze breiter gestalten, erhöhen wir damit auch die Betrugsgefahr”, erklärt der Strandbad-Geschäftsführer. Bereits jetzt würden viele mit zu günstigen Karten stempeln oder zu zweit durchs Drehkreuz gehen. “Die Leute sehen dies als Kavaliersdelikt”, klagt Fritz. Mit breiteren Eingängen würde die Betrugsfälle zunehmen, daher bleibt es beim reinen Kinderwagenausgang.

Nebenkassa zu teuer

Auch der Wunsch nach einer zusätzlichen Kassa sei nicht so einfach umzusetzen. Schließlich müsse diese an das Kassasystem angebunden werden und arbeitsrechtlichen wie sicherheitstechnische Vorschriften erfüllen. Dennoch müsse man Abstriche machen, die Nebenkassa könne nicht das volle Leistungsspektrum der Hauptkassa bieten. “Eine solche Investition kostet viel Geld”, fasst es Fritz zusammen.

Notwendige Ausgaben unverantwortbar

Ausgaben, die man nicht verantworten könne, solange man nicht gewinnbringend arbeite. “Kein öffentliches Bad verdient Geld, man zahlt immer drauf”, erklärt der Geschäftsführer. Ein Erwachsener zahlt weniger als fünf Euro am Tag, dies sei nur möglich durch die Subvention durch die Stadt.

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