Bürgerforum: Ampeln auf L190 in der Kritik

Die kurze Grünphase in der Einmündung der Kaiserstraße in die Bruderhofstraße, wurde im Bürgerforum kritisiert.
Die kurze Grünphase in der Einmündung der Kaiserstraße in die Bruderhofstraße, wurde im Bürgerforum kritisiert. ©Gernot Schweigkofler / VN
Von Gernot Schweigkofler/VN: Im Vorarlberger Bürgerforum wurden drei Ampel-Anlagen von Teilnehmern kritisiert. Feldkirch. (VN-gms) Ein Thema, das den Bürgern immer wieder unter den Nägel brennt, sind die Ampelanlagen und ihre Schaltung.

So auch in Feldkirch, wo in den vergangenen Wochen gleich drei Ampelanlagen auf der L190 von Teilnehmern kritisiert wurden. Die Redaktion hat sich bei Bernhard Gutschi von der Abteilung Straßenbau der Vorarlberger Landesregierung über die einzelnen Fälle unterhalten.

Ampel in Nacht eingeschalten – Galuragasse/L190
Leicht zu beantworten ist für Gutschi dabei die Kritik an der Ampelanlage Galuragasse/ L 190 beim AMS Feldkirch. Hier beanstandete Rudolf von Ank, dass diese Straße in der Nacht als einzige aktiviert bleibt und oft grundlos ausgelöst wird. „Die Ampel wird entweder von Fußgängern, die Grün anfordern oder Autos, die den Sensor auf der Galurastraße überfahren, ausgelöst“, so Gutschi. Oft würden dann aber die Fußgänger die Straße einfach bei Rot überqueren und in dem Moment, in dem ein Auto auf der Hauptverkehrsroute Rot erhält, ist der Fußgänger bereits weg. Die Ampelanlage muss aus gesetzlichen Gründen (Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen – RVS) eingeschaltet bleiben, da hier Fußgänger mehr als zwei Fahrspuren überqueren müssen.

Direkt-Link zu dieser Bürgerforums-Diskussion:

http://buergerforum.vol.at/report/dauerhaft-eingeschaltete-ampel/

 

Ampel in der Kaiserstraße
Bereits öfters in der Kritik stand die Ampelanlage bei der Kreuzung Kaiserstraße/ L 190 Bruderhofstraße. Hier ärgert sich Shirin Matzhold darüber, dass die Grünphase für Lenker, die aus der Kaiserstraße in die L190 einbiegen wollen, sehr kurz ist. Die Kaiserstraße wird in den Hauptverkehrszeiten von vielen Autofahrern als Ausweichroute genutzt – deshalb kommt es in diesen Zeiten immer wieder zu Rückstaus. Martin Entstrasser ergänzt, dass man das an der nächsten Kreuzung (Naflastraße) viel besser gelöst habe. Dort liegt der Fall aber anders, so Gutschi, denn die Naflastraße ist ostseitig der L 190 ebenfalls eine Landesstraße (L 64). Damit ist dort mit mehr Verkehr zu rechnen und deshalb sind die Grünphasen anders geregelt. Aus Sicht von Gutschi ist die Steuerung aktuell optimal, um den bestmöglichen Verkehrsfluss auf der Hauptverkehrsroute zu gewährleisten. Eine längere Grünphase in der Kaiserstraße würde auf der Bruderhofstraße in beide Richtungen weit zurück zu Problemen und Stauungen führen. Das könnte dann in weiterer Folge zu noch mehr Ausweichverkehr in den Wohngebieten führen.

Direkt-Link zu dieser Bürgerforums-Diskussion:

http://buergerforum.vol.at/report/ampelregelung-2/

 

Grünphase Bärenkreuzung
Auch die Ampelregelung auf Feldkirchs neuralgischem Verkehrsknotenpunkt, der Bärenkreuzung, wurde von Herrn von Ank beanstandet. Hier verwies er vor allem auf die Grünphase auf der Fahrspur Richtung Walgau von Gisingen kommend: diese sei zu kurz. Ein User namens „Der Feldkircher“ ergänzte dann noch weitere Kritikpunkte, wie etwa die Verkehrsführung mittels Bodenmarkierungen und zeitlich versetzter Ampelsignale. Er fordert die Verantwortlichen auf, hier zu handeln, damit man bis zur Eröffnung des Stadttunnels den Verkehrsfluß optimieren könne. Bernhard Gutschi verweist in diesem Zusammenhang auf ein umfangreiches Gutachten, dass für die Steuerung der Lichtsignale im Bereich der Bärenkreuzung erstellt wurde. Dieses bescheinigt, dass die aktuelle Steuerung als optimal zu betrachten sei. Verbesserungen wäre nur mit einer verkehrsabhängigen Steuerung zu schaffen, wie sie etwa zwischen dem Langen Stein in Lochau und der Rheinbrücke Hard-Fußach installiert wurde. Eine derartige Steuerung ist für Feldkirch zwar in Zukunft vorgesehen, aber bis zur Umsetzung werden noch mehrere Jahre vergehen.
Es wird also bei den betroffenen Ampeln auch in Zukunft alles so bleiben wie bisher, da die Gutachten beweisen, dass die aktuelle Steuerung als optimal zu betrachten ist. Die Installierung einer verkehrsabhängigen Ampelsteuerung würde zwar zu Verbesserungen führen, ist aber, laut Bernhard Gutschi, frühestens im Jahr 2018 möglich.

Direkt-Link zu dieser Bürgerforums-Diskussion:

http://buergerforum.vol.at/report/ampelgruenphase-der-baerenkreuzung/

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