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Bürger votierten für Hauptbahnhof Reutin

Die Tage des Inselhauptbahnhofes scheinen gezählt.
Die Tage des Inselhauptbahnhofes scheinen gezählt. ©Harald Pfarrmaier

Lindau. (hapf) Am 11. Dezember letzten Jahres votierten 61 Prozent der Lindauerinnen und Lindauer noch für den Erhalt des Inselhauptbahnhofes. Nun, nur drei Monate später, folgten sie der Bürgerinitiative von Rainer Rothfuß und stimmten mit 53,13 Prozent für einen Hauptbahnhof Reutin.

Bis zum Einreffen der letzten Ergebnisse aus den drei Reutiner Stimmbezirken blieb die Bahnhofsfrage eine Zitterpartie. Erst mit den letzten Zahlen war klar: Lindaus Bürgerinnen und Bürger kippten ihr Dezember-Votum und stellten sich hinter die Bürgerinitiative des ehemaligen CSU-Kandidaten Rothfuß. Knapp 8.500 der 19.200 Wahlberechtigten ging zur Abstimmung. Davon entschieden sich 4.487 für die Verlegung des Hautbahnhofes von der Insel nach Reutin mit einer eingleisigen Schienenanbindung der Insel.

Rothfuß teilte in der Bahnhofsfrage nicht die Meinung seiner Fraktion und legte einige Wochen vor den OB-Wahlen vergangenen Februar seine Kandidatur zurück. Als erklärter Befürworter der Verlegung des Hauptbahnhofes nach Reutin gründete er eine Bürgerinitiative und strebte den nun erfolgreichen Bürgerentscheid an. Damit wurde auch der mit 20:10 Stimmen deutliche Beschluss des Lindauer Stadtrates vom Oktober vergangenen Jahres für den Verbleib des Hauptbahnhofes auf der Insel obsolet.

Die noch amtierende Oberbürgermeisterin Petra Seidl sprach in einer ersten Stellungnahme von einer „schweren Aufgabe“, vor die der Stadtrat und künftige neue OB Ecker nun gestellt sei. Eine Umsetzung des Bürgervotums werde sicher nicht leicht. Ecker muss nun mit der Deutschen Bahn in eine neue Verhandlungsrunde eintreten, um den Bürgerwunsch umzusetzen. Auf Lindau könnten dabei langwierige Verhandlungen zukommen. Rainer Rothfuß sieht sich in seiner ursprünglichen Haltung bestätigt und sprach von „einem Sieg für Lindau“. Der 42-jährige Junior-Professor für nachhaltige Stadtentwicklung, Verkehrsfragen, Elektromobilität und Konfliktforschung an der Universität Tübingen will nun mit seiner Bürgerinitiative den Stadtrat bei der Umsetzung des Bürgerentscheides unterstützen.

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