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Budgetpolitik: SOS-Kinderdorf kritisiert Benachteiligung von Kindern in Not

Moser plädiert dafür, die Kürzungen im Bildungsbereich zu überdenken.
Moser plädiert dafür, die Kürzungen im Bildungsbereich zu überdenken. ©dpa
Anlässlich der morgen, Mittwoch, stattfindenden Budgetrede im Nationalrat fordert Christian Moser, Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf, von der Bundesregierung, die Lage von Kindern und Jugendlichen in Not durch Budgetkürzungen nicht weiter zu verschärfen.

Die Entlastung von Familien durch die Einführung des Familienbonus bezeichnet Moser als wichtigen Schritt. „Es ist aber bedauerlich, dass gerade armutsgefährdete Familien davon nicht profitieren und zusätzlich Budgetkürzungen beim Integrationstopf und bei Geldern für die Arbeitsmarktpolitik Verschlechterungen für benachteiligte junge Menschen mit sich bringen“, kritisiert Moser.

Moser plädiert dafür, die Kürzungen im Bildungsbereich zu überdenken. Der Ausfall der Mittel aus dem Integrationstopf und die damit einhergehende Streichung der IntegrationspädagogInnen und SozialarbeiterInnen haben drastische Auswirkungen gerade auf Schülerinnen und Schüler an Brennpunktschulen. „Mit Deutschförderklassen alleine können die sozialen und pädagogischen Herausforderungen im Zusammenhang mit Flucht und Migration nicht bewältigt werden“, so Moser.

Mehr Bildungs- und Ausbildungsprojekte

Mit der Ausbildungspflicht sei Jugendlichen Hoffnung auf eine über den Pflichtschulabschluss hinausgehende Ausbildung, einen wichtigen Schritt ins Berufsleben und damit in ein selbstbestimmtes Leben gemacht worden. „Nun werden durch Kürzungen der Mittel für die Arbeitsmarktpolitik wichtige Bildungs- und Ausbildungsprojekte gefährdet“, warnt Moser. „Es braucht mehr von diesen Projekte, nicht weniger.“

Gerade benachteiligte Jugendliche, die mit erschwerten Startbedingungen kämpfen, bräuchten oft eine intensivere Begleitung, um später am freien Arbeitsmarkt fußfassen zu können. Überbetriebliche Ausbildungsstätten, Produktionsschulen und individuelle Arbeitstrainings wären dafür unverzichtbar. „Diese Maßnahmen dürfen nicht der Budgetpolitik zum Opfer fallen“, so Moser. „Bei den Jungen zu sparen, schafft Arbeitslose und Mindestsicherungsbezieher von Morgen.“

Familienbonus auch für die Schwächsten

„In Österreich ist jeder Fünfte unter 19 Jahren armuts- oder ausgrenzungsgefährdet – diese jungen Menschen werden in vielen Fällen auch benachteiligte Erwachsene“, so Moser. „Umso wichtiger ist es einen Familienbonus auch für die Schwächsten zu schaffen.“ Während ein Topmanager durch den Familienbonus 125 Euro im Monat mehr am Konto haben wird, bekommt die geringverdienende Alleinerzieherin rund 20 Euro. Bezieht eine Familie Mindestsicherung oder sind beide Elternteile Niedrigstverdiener ohne Einkommenssteuerleistung, dann nütze ihnen diese 1,5 Milliarden teure Maßnahme laut Moser gar nichts. “Doch gerade dort würde eine finanzielle Hilfe dringend gebraucht. Die Bekämpfung von Kinderarmut muss zu einem zentralen Anliegen der Bundesregierung werden“, sagt Moser abschließend.

(Red.)

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