Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Buchsbaumzünsler: Chemische Bekämpfung verseucht Vorarlberg

Buchsbaumzünsler-Plage: Klaus Zimmermann von der inatura in Dornbirn warnt vor dem Einsatz von Pestiziden. Diese können auch die Bienen vergiften.
Buchsbaumzünsler-Plage: Klaus Zimmermann von der inatura in Dornbirn warnt vor dem Einsatz von Pestiziden. Diese können auch die Bienen vergiften. ©VMH / dpa
Bregenz. – Die chemische Bekämpfung des Buchsbaumzünslers kann ungeahnte Folgen mit sich ziehen. Gewisse Mitteln sind sogar für Bienen schädlich und gelangen so in den Nahrungsmittelkreislauf. Doch wie giftig sind die chemischen Bekämpfungsmittel wirklich? Klaus Zimmermann von der inatura in Dornbirn warnt im VOL.AT-Gespräch vor dem Einsatz von Pestiziden.

Das weit verbreitete Mittel Calypso enthält einen Wirkstoff der zu den Neonicotinoide gehört. Dieser wiederum ist bekannt dafür, dass er bienenschädigend ist. Auf der Produktverpackung steht allerdings nicht bienengefährlich (B4). Das heißt allerdings auch nicht, dass das Produkt grundsätzlich harmlos ist, sondern dass die Auswirkungen auf die Bienen als tolerabel eingestuft werden. „Alleine deswegen ist es schon problematisch dieses Mittel zu verbreiten“, verdeutlicht Klaus Zimmermann von der inatura in Dornbirn. Dass dieses Mittel derzeit in Vorarlberg stark Verwendung findet, ist für den Experten sicher: „Ich weiß von einem Lagerhaus, das täglich über 30 Flachen davon verkauft. Teilweise stehen die Kunden schon auf Wartelisten. Das sind Extremzustände.“ Da man die Langzeitfolgen dieser chemischen Mittel nicht abschätzen kann, rät der Experte „Finger weg von diesen Mitteln.“ Besser sei – bei ähnlichem Aufwand – die mechanische Bekämpfung. „Wenn man keinen Bezug zu dieser Pflanze hat, empfiehlt es sich diese einfach zu entfernen“, so inatura-Experte Zimmermann. Vielfach auch die zeit- und kostengünstigste Variante.

Biologische Mittel ein Ersatz?

Biologische Mittel basieren auf Bakterien und sind nicht so schädlich wie chemische Produkte. Aber auch hier sollte das Spritzen Profis überlassen werden. Derzeit sind diese Mittel für den Endkunden sowieso nicht erhältlich. Beim Spritzen sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass angrenzende Pflanzen abgedeckt werden und eine geeignete Spritze verwendet wird, erklärt Zimmermann. Hinterfragen sollte man auch immer, wer mit diesen Mitteln alles ein Geschäft macht.

Greift der Zünsler bald auch andere Pflanzen an?

In Asien soll es nun auch Fälle geben, bei denen der Schädling andere Pflanzen befallen hat. Aus diesem Grund sei es ratsam, die Situation genau zu beobachten, so Zimmermann. Allgemein ist der Buchs eine der giftigsten Pflanzen im heimischen Garten. Mangels Alternativen findet sie jedoch große Verwendung. Zimmermann geht davon aus, dass weder mit der chemischen noch mit der mechanischen Variante der Buchsbaumzünsler in den Griff zu bekommen ist. Dafür bedarf es natürlichen Feinden, wie etwa Vögeln. Diese wiederum fressen die Raupen nicht, da diese ebenfalls giftig sind – wegen der Pflanze, die sie fressen.

(SVO)

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Buchsbaumzünsler: Chemische Bekämpfung verseucht Vorarlberg
  • Kommentare
    Kommentar melden
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen