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Bruch der Corona-Regeln: Verfahren gegen Kapfenberger SV

Nicht alle Maßnahmen sollen korrekt eingehalten worden sein
Nicht alle Maßnahmen sollen korrekt eingehalten worden sein ©APA (AFP)
Der Kapfenberger SV wird verdächtigt, gegen die Corona-Regeln verstoßen zu haben. Die Fußball-Bundesliga leitete am Montag ein Verfahren gegen den Zweitligisten ein. Es besteht der Verdacht, dass Kapfenberg das Präventionskonzept in der vergangenen Woche nicht gänzlich eingehalten hat. Bei den Obersteirern wurden seit Freitag drei Spieler positiv auf Covid-19 getestet.

Das bereits zuvor zweimal verschobene Ligaspiel gegen Wacker Innsbruck - es wäre für Dienstagabend angesetzt gewesen - wurde auf Antrag der beiden Clubs erneut verschoben. Es soll nun am 14. Juli (18.30 Uhr) über die Bühne gehen. Die Kapfenberger befinden sich seit vergangenem Freitag in Quarantäne.

Die Liga hielt in einer Aussendung fest, dass beim zuständigen Senat 1 (Strafsenat) ein Verfahren wegen "Nichtbefolgung einer Verbandsanordnung" eingeleitet wurde. Die Clubs haben sich im Präventionskonzept freiwillig verpflichtet, wöchentliche PCR-Tests bei allen Vertretern der "Roten Gruppe", sprich in erster Linie Spielern und Betreuern, durchzuführen. Dies soll in Kapfenberg in der vergangenen Woche einmalig nicht bei allen Personen passiert sein.

KSV-Präsident Erwin Fuchs sagte gegenüber der APA auf die Vorwürfe angesprochen: "Es wird nachweislich jeder Spieler getestet." Dem die Tests durchführenden Arzt sei freilich einmal ein Missgeschick passiert, das er der Liga bereits gemeldet habe. Demnach seien in einem Pool-Test, bei dem Abstriche von fünf Personen zu einem PCR-Test zusammengefasst werden, bei einer Testung einmalig Spieler durchgerutscht.

Fuchs erklärte weiters, dass offenbar ein Kapfenberg-Profi in einem WhatsApp unter Spielern berichtet hatte, dass er zu einem Test habe antreten müssen. "Der Sache muss man auf den Grund gehen", meinte Kapfenbergs Clubchef. Fuchs sitzt als stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat der Bundesliga. Diese hatte in den Verhandlungen mit den Ministerien ihr Präventionskonzept erstellt, um die Meisterschaft trotz Corona ohne Zuschauer weiterführen zu können.

Wacker hatte schon vor der Verschiebung der Partie Bedenken geäußert. Die Innsbrucker waren am Freitag vergeblich Richtung Kapfenberg gereist. Die zunächst auf Samstag verschobene Partie wurde dann Stunden später erneut neu angesetzt. Da in Kapfenberg erst Montagnachmittag wieder getestet wurde, liegen die Ergebnisse nicht vor Dienstagvormittag vor. Wacker wäre es jedoch nicht möglich, die Testresultate abzuwarten. Um nicht neuerlich leere Kilometer zu riskieren, wurde der Termin ein weiteres Mal neu angesetzt.

Offenbar herrschte bei den Tirolern aber auch eine gewisse Skepsis. So sagte Trainer Thomas Grumser gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" (Montag-Ausgabe): "Ich richte mich nach den Spielern. Wenn sie sich verständlicherweise nicht sicher fühlen, kann ich das verstehen."

In Kapfenberg harrt man derweilen der Dinge. Die positiv getesteten Spieler wurden von der Mannschaft isoliert. Negativ getesteten Akteuren ist es erlaubt, die 14-tägige Quarantäne für Trainingseinheiten und Spiele zu verlassen. Jene vor allem junge Spieler, die keine eigene Wohnung besitzen, sind auch zum Schutz ihrer Angehörigen ins zuvor desinfizierte Akademie-Wohnheim eingezogen.

"Im Prinzip ist es wie im Trainingslager", sagte Trainer Kurt Russ. Es gelte, nun keinen Fehler zu machen. Sportlich gesehen ist es für Kapfenberg dahingehend unbedenklich, da es in dieser Saison keinen Absteiger geben wird. "Es kann nix passieren", meinte Russ mit Blick auf die Tabelle. Diese weist die Steirer als Schlusslicht der 16er-Liga aus. Gegen die um den Aufstieg kämpfende SV Ried ist Kapfenberg ebenso nicht mehr im Einsatz wie gegen die an der Spitze liegende Austria aus Klagenfurt.

Sollte Kapfenberg die Saison nicht ordnungsgemäß beenden können, dürfte dies jedoch Auswirkungen auf die Bundesliga haben. Da es aus der 2. Liga dann keinen formellen Aufsteiger geben würde, müsste die WSG Tirol nicht absteigen.

(APA)

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