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Brüssel fordert schärfere Gen-Kontrollen

Vor dem Hintergrund eines neuen Verdachtsfalls von gentechnisch verunreinigtem Reis mahnt die EU-Kommission die Mitgliedstaaten zu schärferen Kontrollen von Lebensmitteln.

Bereits am Donnerstag sollen die EU-Staaten die ersten Ergebnisse ihrer Kontrollen von Reisprodukten nach Brüssel melden, sagte eine Kommissionssprecherin am Dienstag in Brüssel.

Die Kommission könne die von den Umweltorganisationen „Greenpeace“ und „Friends of the Earth“ am Dienstag gemeldete Verunreinigung einer nicht genehmigten Gen-Reissorte aus China nicht bestätigen, da sie die entsprechenden Proben noch nicht erhalten habe, sagte Barbara Helfferich, Sprecherin von Umweltkommissar Stavros Dimas. „Das Vorhandensein von Spuren von nicht genehmigten GVO (gentechnisch veränderten Organismen, Anm.) ist illegal. Es liegt in der Verantwortung der Betreiber, dass sie diese nicht auf den Markt bringen.“

Außerdem habe die EU-Kommission die chinesischen Behörden um Auskunft in dem Fall ersucht. Der illegale Gen-Reis aus China ist nach Angaben der Umweltorganisationen in Asia-Nudeln in Frankreich, Deutschland und Großbritannien entdeckt worden. „Betreiber“ wie Importeure und Händler würden derzeit nicht genug tun, um Reis von einer Gen-Verunreinigung frei zu halten, kritisierte die Kommissionssprecherin. Die EU-Staaten seien zu schärferen Kontrollen angehalten worden. Sie sollen dem EU-Expertenausschuss am 11. September ausführlich darüber berichten.

Erst im August hatte die EU-Kommission strikte Gentechnik-Kontrollen für Einfuhren von Langkornreis aus den USA verhängt. Grund dafür war eine Verunreinigung mit einer nicht genehmigten Gen-Reissorte von Bayer. Ein eigenes Zertifikat muss die Sauberkeit der gelieferten Einfuhren nunmehr bescheinigen.

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