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Börsenaufsicht durchleuchtet Kauf von Heinz

Die 23 Milliarden Dollar (17,26 Mrd. Euro) schwere Übernahme des Ketchup-Königs H.J. Heinz durch Starinvestor Warren Buffett könnte einen üblen Beigeschmack bekommen.

Wie die “New York Times” und die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag berichteten, steht für die US-Börsenaufsicht SEC der Verdacht des Insiderhandels steht im Raum.

Die US-Medien berufen sich bei ihren Informationen auf eingeweihte Personen. Demnach ist den Börsenaufsehern ein Anstieg sogenannter Optionsgeschäfte am Tag vor der offiziellen Verkündung der Übernahme ins Auge gesprungen. Mit Optionen lässt sich auf ein Kursplus wetten. Buffett und sein Partner 3G Capital hatten am Donnerstag 72,50 Dollar je Heinz-Aktie geboten. Die Aktie schoss um 20 Prozent im Wert hoch.

Wie es hieß, seien die Untersuchungen aber noch in einem frühen Stadium und es sei unklar, ob es zur Einleitung förmlicher Ermittlungen komme. Insiderhandel ist verboten, weil Börsengeschäfte auf Basis vertraulicher Informationen andere Anleger benachteiligen. Es gab in den USA zuletzt eine ganze Reihe von Verurteilungen in derartigen Fällen.

Sollte sich der Verdacht erhärten, wäre das besonders für Warren Buffett ein heftiger Schlag – ganz gleich, wer die Übernahme letztlich ausgeplaudert haben sollte. Der 82-jährige Lenker der Investmentholding Berkshire Hathaway legt besonderen Wert auf saubere Geschäfte. Schon vor zwei Jahren trennte er sich wegen zweifelhafter Aktienkäufe von seinem wichtigen Manager und möglichen Nachfolger David Sokol.

Der Name von Buffetts Partnerfirma 3G Capital fiel bereits in einem anderem Fall von möglichem Insiderhandel im vergangenen Jahr. Dieses Mal ging es um die Übernahme der Fastfood-Kette Burger King im Jahr 2010. Die Börsenaufsicht SEC ließ vergangenen September das Vermögen eines Bankers einfrieren, weil sie verbotenen Handel witterte. Der Insidertipp soll dabei von einem Geschäftspartner von 3G gekommen sein. Gegen den Finanzinvestor selbst wurden keine Vorwürfe erhoben. (APA)

 

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