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Briten sehen keine Auffälligkeiten bei Astrazeneca

Astrazeneca zu Unrecht in Verruf geraten
Astrazeneca zu Unrecht in Verruf geraten ©APA (AFP)
Tausende Menschen in der EU entwickeln jährlich Blutgerinnsel, aus den unterschiedlichsten Gründen. Die Anzahl solcher Vorfälle unter Corona-geimpften Personen scheine nicht höher als in der Bevölkerung allgemein, hält die Europäischen Arzneimittelagentur EMA bisher zur Debatte um Todesfälle nach Impfungen mit der Astrazeneca-Vakzine fest. In Großbritannien, wo schon rund elf Millionen Menschen damit geimpft wurden, gab es laut Behörden keine Auffälligkeiten.

Die Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA), die britische medizinische Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Arzneimittel, sammelt die Berichte über Nebenwirkungen von Medikamenten und Impfstoffen in Großbritannien. Laut den bis dato vorliegenden Daten zur Covid-Impfkampagne, über die die Tageszeitung "Guardian" berichtete, wurden bis Ende Februar mehr Blutgerinnsel nach Impfungen mit der Biontech/Pfizer-Vakine (38) gemeldet als nach Impfungen mit der Vakzine von Astrazeneca (30), und in beiden Fällen sei die Anzahl nicht höher gewesen, als in der Bevölkerung allgemein zu erwarten gewesen sei.

"Solche Berichte sind keine bestätigten Nebenwirkungen des Impfstoffs", sagte ein MHRA-Sprecher dem "Guardian". "Blutgerinnsel können auf natürliche Weise entstehen und sind nicht selten."

"So weit wir wissen, gibt es keine belastbaren Beweise für einen Anstieg von thromboembolischen Ereignissen wie Blutgerinnseln unter Menschen, die im Vereinigten Königreich geimpft worden sind", sagte auch Andrew Goddard, Präsident des Royal College of Physicians, einem Ärzteverband und Institut mit Sitz in London, dem "Guardian". Es gebe hingegen sehr wohl Daten, die nahelegen würden, dass Krankenhauspatienten mit Covid-19 ein weit höheres Risiko für Blutgerinnsel hätten als die Restbevölkerung.

Der britisch-schwedische Hersteller der Astrazeneca-Vakzine berichtete zuletzt von 15 Vorfällen von sogenannten tiefen Venenthrombosen und 22 Vorfällen von Lungenembolien bei 17 Millionen Menschen, die bis dahin eine AZ-Impfung erhalten hatten. Diese Zahlen seien "viel niedriger, als es in der Bevölkerung allgemein auf natürliche Weise zu erwarten wäre". Zudem seien sie ähnlich wie bei den anderen zugelassenen Covid-19-Impfstoffen.

(APA)

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