Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Brennerbasistunnel-Vorstände sollen abberufen worden sein

Neben Bergmeister soll auch Zurlo abberufen worden sein
Neben Bergmeister soll auch Zurlo abberufen worden sein ©APA (Archiv)
Die beiden Vorstände des Brennerbasistunnels (BBT), Konrad Bergmeister und Raffaele Zurlo, sollen laut dem Nachrichtenportal salto.bz abberufen worden sein. Die Entscheidung des Aufsichtsrats soll bereits am 28. Juni gefallen sein. Grund dafür dürften Streitigkeiten zwischen dem österreichischen und dem italienischen Vorstand sein. Die BBT-Gesellschaft gab vorerst keine Stellungnahme dazu ab.

Die Auseinandersetzung der beiden Vorstände soll sich um Einflussnahme und Finanzierung drehen. Zurlo soll Vorhaben auf der österreichischen Seite des BBT blockiert haben und sich stets auf das unterschiedliche Vergaberecht in Italien berufen haben. Zudem soll es bei den Bauarbeiten im Baulos Tulfes-Pfons in Tirol zu einer Kostenexplosion gekommen sein, auch Interessenkonflikte von Bergmeister bezüglich eines von ihm gegründeten privaten Ingenieurbüros sollen hier eine Rolle spielen.

Die Staatsanwaltschaft Bozen hat laut dem Bericht bereits Vorermittlungen dazu aufgenommen. Zurlo soll Anfang Juni einen Brief an die Aufsichtsräte geschrieben haben, in dem er berichtete, dass er bezüglich eben dieser Causa von der Staatsanwaltschaft vernommen wurde.

Bergmeister dagegen wolle laut salto.bz das Ende des dualen Systems der BBT-Gesellschaft durch eine Statutenänderung erreichen, um sich vom italienischen Vergaberecht abzukoppeln. In der Folge soll der Aufsichtsrat Ende Juni die Abberufung der beiden Vorstände abgesegnet und Ende Juli eine Statutenänderung beschlossen haben. Am 14. September soll der Aufsichtsrat bereits zwei neue Vorstände nennen. Dabei sollen wieder ein Österreicher und ein Italiener zum Zug kommen.

Wie die "Tiroler Tageszeitung" in ihrer Online-Ausgabe dagegen berichtet, setze der Aufsichtsrat jedoch noch auf "einvernehmliche Lösungen", eine Abberufung Bergmeisters stehe "nicht zur Diskussion". Es solle versucht werden, im September die Wogen zwischen den beiden wieder zu glätten. Laut "TT" soll Bergmeister schon Anfang Juli zugesagt haben, als Vorstand zurückzutreten, nicht jedoch Zurlo.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) sprach sich indes gegen einen Abgang von BBT-Vorstand Bergmeister aus. "Es ist für mich undenkbar, dass Bergmeister aus seiner Funktion ausscheidet und damit die Kontinuität des Projekts BBT gefährdet wird", erklärte Platter laut Medienberichten.

Er stehe voll hinter dem Südtiroler, so Platter. "Konrad Bergmeister ist der Mister Brennerbasistunnel und seit Anbeginn Motor hinter diesem Projekt. Der BBT ist auf Schiene - Bergmeister war dafür immer der Garant", meinte der Landeshauptmann. Bergmeister selbst war für die APA vorerst nicht erreichbar.

Rückendeckung erhält Bergmeister auch durch die ÖBB, die als Eigentümervertreter im BBT-Aufsichtsrat sitzen. "Von österreichischer Seite wird klargestellt, dass es volles Vertrauen und keinen Zweifel an der Kompetenz und der Integrität von Konrad Bergmeister gibt", hieß es seitens der Bahn gegenüber der Online-Ausgabe des "Kurier".

Laut Informationen der Zeitung soll es im Aufsichtsrat entgegen bisherigen Berichten auch keinen Beschluss zur Abberufung der beiden Vorstände Bergmeister und Zurlo gegeben haben. Der Brennerbasistunnel sei "trotz komplexer rechtlicher Rahmenbedingungen sowie technischer und geologischer Herausforderungen im Zeit- und Kostenplan", betonte die Bahn.

Um dies auch weiterhin sicherzustellen, werde auf Eigentümerebene von Italien und Österreich "eine Weiterentwicklung des Status der Gesellschaft vorangetrieben und beschlossen". Darüber hinausgehende Angelegenheiten in Bezug auf die Zusammenarbeit der beiden Vorstände seien "im Aufsichtsrat zu diskutieren und zu entscheiden".

Die BBT SE ist eine Europäische Aktiengesellschaft und befindet sich zu je zur Hälfte im Eigentum Österreichs und Italiens. Gesellschafter auf österreichischer Seite ist die ÖBB Infrastruktur AG als alleiniger Aktionär.

(APA)

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Wirtschaft
  • Brennerbasistunnel-Vorstände sollen abberufen worden sein
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen