Breitbandausbau - Infrastruktur für die (nahe) Zukunft

LSth. Karlheinz Rüdisser und Kurt Plangger, Fachvertreter im Ausschuss der Vorarlberger Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen der Wirtschaftskammer Vorarlberg, im Pressefoyer: gezielte Investitionen in den Breitbandausbau.
LSth. Karlheinz Rüdisser und Kurt Plangger, Fachvertreter im Ausschuss der Vorarlberger Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen der Wirtschaftskammer Vorarlberg, im Pressefoyer: gezielte Investitionen in den Breitbandausbau. ©Andrea Schwarzmann
Die Versorgung der heimischen Wirtschaft - aber auch der Vorarlberger Haushalte - mit einem flächendeckenden Breitbandnetz wird konsequent ausgebaut, informierte Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser im Pressefoyer.

“Breitband ist für einen modernen Wirtschaftsstandort genauso wichtig wie das umweltfreundliche Bahnnetz, gut ausgebaute Straßen oder die Energienetze – es zählt zur standortentscheidenden Infrastruktur”, betonte der Landesstatthalter. Mit der Initiative Breitband Austria 2020 (BBA2020), besser bekannt unter Breitbandmilliarde, stellt der Bund ein wichtiges Förderinstrument zur Verfügung. Mit Hilfe dieser Fördermittel soll die digitale Kluft zwischen Land und Stadt geschlossen werden. Bis 2018 sollen in den Ballungsgebieten (70 Prozent der Haushalte) und bis 2020 nahezu flächendeckend die Versorgung der Bevölkerung mit ultraschnellen Breitband-Hochleistungszugängen ermöglicht werden (Förderrichtlinie “Access”). Mit der Förderrichtlinie “Backhaul” werden bereits bestehende oder neue Netze werden mit ausreichender Kapazität ausgerüstet (Downloadrate mindestens 100 Mbit pro Sekunde). Auch die Markteinführung von IKT-Lösungen, -Diensten und -Anwendungen im öffentlichen Interesse wird gefördert.

Auch Land Vorarlberg stellt Mittel bereit

“Klar ist, dass wir weiterhin in die Autobahnen des 21. Jahrhunderts investieren müssen”, betonte der Landesstatthalter: “Ca. alle zwei Jahre verdoppelt sich derzeit das übertragene Datenvolumen. Die Vernetzung und selbständige Kommunikation von Geräten steht erst am Anfang der Entwicklung. Nur ein flächendeckendes und leistungsfähiges Breitbandnetz kann langfristig diese Ansprüche abdecken.” Zusätzlich zu den Bundesförderungen werden vom Land weitere Mittel für die Richtlinien Access und Backhaul in Form einer TOP-UP Förderung in Höhe von max. 25 Prozent vergeben. Zusätzlich besteht für Gemeinden für die Errichtung passiver Breitbandinfrastruktur und Betriebe für die Herstellung eines Glasfaseranschlusses die Möglichkeit einer Förderung von Investitionskosten bis zu 30 Prozent. Landesstatthalter Rüdisser: “Speziell die Vollanbindung eines Betriebes mittels Glasfaserleitung auf den letzten Abschnitten, also die direkte Verbindung vom Verteiler bis in den Betrieb, soll dadurch gestärkt werden.” Das Land hat dafür im laufenden Budget 500.000 Euro veranschlagt. Details zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten sowie Kontakt- und Beratungsmöglichkeit sind unter www.vorarlberg.at/breitband zu finden.

Erfolgreiche erste Vergaberunde

Im Dezember 2015 wurden zwei Förder-Call’s in den Bereichen Backhaul und Access im Rahmen der Breitbandmilliarde eröffnet. Dabei wurden für Vorarlberg Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 9,7 Mio. Euro eingereicht. Fast ein Drittel der Vorarlberger Gemeinden im ländlichen Raum, welche noch nicht über Hochgeschwindigkeitsnetze und Zugänge verfügen, werden von den Projekten dieser ersten Vergaberunde profitieren.

Breitbandausbau entscheidend für Unternehmen und Privathaushalte

“Die in der Fachvertretung Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen in der Wirtschaftskammer Vorarlberg organisierten 19 Vorarlberger Kabelnetzbetreiber waren in den vergangenen Jahren sehr investitionsfreudig und verfügen über sehr gut ausgebaute, hochmoderne Kabel- und Glasfasernetze”, sagte Kurt Plangger, Fachvertreter im Ausschuss der Vorarlberger Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen der Wirtschaftskammer Vorarlberg: “Diese ermöglichen bereits jetzt zwischen 150 und 250 Megabit/Sekunde und liegen damit weit über den Zielen der Breitbandstrategie 2020 des Bundes.” Versorgt werden die Ballungszentren im Rheintal, Walgau und Montafon, aber auch viele Hang- und Randregionen. Die Vorarlberger Kabelnetzbetreiber planen für die nächsten fünf bis zehn Jahre eine bedarfsgerechte, schrittweise Anpassung der Bandbreiten mittels Glasfasertechnologie auf 1 bis 10 Gigabit/Sekunde. Heuer und im kommenden Jahr planen die Vorarlberger Kabelnetzbetreiber Investitionen im Ausmaß von insgesamt knapp 5,8 Millionen Euro.

(VLK)

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