Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Bregenzerwälder Bauer verrät: So erleben Ländle-Landwirte die Coronakrise

©VOL.AT/Mayer
Reinhard Bär aus Andelsbuch ist hauptberuflicher Bauer. Wie er als Landwirt die derzeitige Situation erlebt und wo er die Lösung für die Krise sieht, erklärt er im VOL.AT-Gespräch.
Bilder: Landwirt Reinhard Bär
NEU

Die Coronakrise macht sich auch bei der heimischen Landwirtschaft bemerkbar. "Einschränkungen gibt es eigentlich nicht so viele, aber wir merken eben die Situation", meint Reinhard Bär, Landwirt aus Andelsbuch, im VOL.AT-Gespräch. Bei der Vermarktung von Milch und Fleisch seien "brutale" Einbußen spürbar. Dazu müsse man aber auch sagen, dass ziemlich viel davon verfügbar sei. "Ich glaube, wenn man eher weniger produzieren würde, dann hätte man etwas weniger Probleme, als mit der Überproduktion", so der Bregenzerwälder Bauer.

Durch die hofeigene Sennerei hat Bär derzeit keine Probleme. Bild: VOL.AT/Mayer

Wohin mit dem Überschuss?

"Ich selbst persönlich habe überhaupt keine Probleme", erklärt Bär. Mit der hofeigenen Sennerei kann er selbst direkt vermarkten, hat eine Stammkundschaft. "Aber die anderen Bauern - ich will jetzt nicht für andere urteilen oder sprechen - habe es sicher nicht einfach." Etwa, wenn sie plötzlich bis zu zwanzig Prozent weniger Milch liefern sollen und nicht wissen, wohin mit dem Überschuss. Man könne zwar durch das Futter etwas zurückschrauben, aber ganz auf null könne man nicht gehen: "Die Kühe brauchen gewisses", verdeutlicht der Landwirt. Man habe schon lange bemerkt, dass es so kommen müsse, dass zu viel Milch im Umlauf sei. "Es ist vielleicht gut und ist auch nicht gut, dass es so gekommen ist, aber jetzt weiß man einfach, dass man in der Landwirtschaft Sachen ändern muss." So könne man ein zweites Standbein aufbauen, etwa durch die Anschaffung von Schweinen. "Eine ganz gute Variante ist eine Zweinutzungskuh, wie ich sie zum Beispiel habe", so Bär gegenüber VOL.AT. Das Original Braunvieh gebe im Jahr 5000 Liter Milch, eine Hochleistungskuh rund 8000 Liter. "Ich würde es in die Richtung versuchen", schlägt er vor.

Das Original Braunvieh gibt im Jahr rund 5000 Liter Milch. Bild: VOL.AT/Mayer

Konsumenten können helfen

Landwirtschaftskammer und Land könnten zwar helfen, damit sei es aber nicht getan: "Ein Stück weit glaube ich schon, dass wir Bauern das selbst in die Hand nehmen müssen", gibt Bär zu verstehen. "Ich denke, dass wir uns viel zu viel reinreden lassen." Auch die Vorarlberger selbst seien jetzt gefragt: Der Konsument solle jetzt die Chance ergreifen und genau zu dem Bauern hingehen, zu dem er vertrauen habe, so der Andelsbucher Landwirt. "Tut es bitte. Jetzt habt ihr die Chance", richtet er einen Appell an die Vorarlberger. "Jetzt könnt ihr den Bauern unterstützen. Dem helft ihr ganz gewaltig, wenn ihr auf ihn zugeht."

(Red.)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Andelsbuch
  • Bregenzerwälder Bauer verrät: So erleben Ländle-Landwirte die Coronakrise
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen