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Bregenzer Wohnanlage „Seegarten“ vor Baubeginn

Auf diesem Areal wird das Wohnprojekt „Seegarten“ entstehen.
Auf diesem Areal wird das Wohnprojekt „Seegarten“ entstehen. ©Harald Pfarrmaier
  Bregenz. (hapf) Nur durch Bahn und Pipeline vom See getrennt liegt das Grundstück, auf dem eine millionenteure Wohnverbauung mit zwei Einheiten entstehen wird. Beim Projekt „Seegarten“, so Eigentümervertreter Pius Schlachter, handelt es sich um ein Familienprojekt von vier Geschwistern.
Wohnanlage Seegarten

Das alte Bahnwärterhäuschen an der Bregenzer Straße rückte vergangenes Jahr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Vor allem das, was an seiner Stelle errichtet werden sollte. Der quaderförmige Baukörper erregte Unmut bei Nachbarn und auch weiter entfernten Anrainern (die VN berichteten). Sie sahen sich um ihren herrlichen Ausblick über den See betrogen und in ihren Rechten als Anrainer beschnitten. Die Proteste sind mittlerweile verstummt.

Zwei Baukörper

Nun wird etwas weiter stadteinwärts ein weiteres Grundstück überbaut. Gestern fuhren die Baumaschinen auf, um die dort befindliche alte Bausubstanz abzutragen und das Areal zu arrondieren. Wie Pius Schlachter, Sprecher der Eigentümergemeinschaft gegenüber bregenz.vol.at erklärte, wird auf dem Areal das Projekt „Seegarten“ entstehen.

 

Architekt Dietmar Eberle wurde mit der Gesamtplanung beauftragt. Auf dem 2.000 Quadratmeter großen Grundstück werden zwei Baukörper (Erdgeschoss plus 4 Etagen) mit Grundflächen von jeweils 200 Quadratmeter errichtet. Dadurch wird eine Gartenfläche von ca. 1.500 Quadratmetern verbleiben. Schlachter: „Wichtig sind uns die Durchlässigkeit zum See, die Betonung der Seebeziehung des Grundstücks trotz der Bahntrasse, die Wiederherstellung des Gartens nach Abschluss der Bauarbeiten sowie solide, hochwertige Baukörper mit Ziegelfassade.“ Mit im Projekt ist eine Tiefgarage mit 33 Einstellplätzen.

Überbauung bleibt im Familienbesitz

Auf dem Grundstück betrieb die Familie King, die Urgrosseltern  der heutigen Eigentümer, einen Kornhandel mit eigenem Boostanlegesteg. Beim Bau der Eisenbahn in den 1870er Jahren überlies die Familie Grundflächen kostenlos den Betreibern der Eisenbahn. Im Gegenzug erhielten sie einen privaten Bahnübergang, der bis heute Bestand hat, jetzt aber im Zuge des Neubauprojekts aufgelassen wird. Den heutigen Eigentümern Maria Kofler, Kurt Schlachter, Hemma Schlachter und Pius Schlachter ist es wichtig, eine hochwertige Wohnanlage zu errichten, die der sensiblen Lage am Seeufer und der Stadtnähe Rechnung trägt. Pius Schlachter: „Wir alle sind hier aufgewachsen, wollen deshalb auch keine Eigentumswohnungen verkaufen, sondern alles im Familienbesitz behalten.“
Kommunikative Bauabwicklung

Eingedenk der Diskussionen um das Projekt „Bahnwärterhäuschen“ haben hier die Eigentümer bereits im Vorfeld alles transparent abgewickelt. Pius Schlachter:  „Wir haben von Anfang an auch unsere Nachbarn kommunikativ mit einbezogen und erst am Donnerstag letzter Woche wieder vor Ort eine Info-Veranstaltung durchgeführt, wo wir gemeinsam mit dem Architekten über den Ablauf der Bauarbeiten informiert haben. Wir werden auch weiterhin während der gesamten Bauphase den Nachbarn bei allfälligen Fragen zur Verfügung stehen und wollen das Projekt total offen abwickeln.“

 

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