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Bregenzer Meisterkonzert als musikalische "Fischer-Bastei"

Bregenz - In der Reihe „Bregenzer Meisterkonzerte“ gastierte am Freitagabend der ungarische Dirigent Ivan Fischer (56) mit seinem Budapest Festival Orchestra im ausverkauften Festspielhaus.

Mit unterschiedlichen Kompositionen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts errichteten die hervorragenden Musiker eine tönende „Fischer-Bastei“. Der große Beifall des Abo-Publikums galt aber ebenso dem aus Georgien stammenden Pianisten Alexander Toradze (55).

Mit gängigen und weniger bekannten Werken von Richard Strauss, Sergej Prokofjew und Maurice Ravel präsentierte das eigenwillig postierte Orchester – die Celli hinter den Geigen „versteckt“, die acht Kontrabässe in breiter Reihe als „Rückendeckung“ postiert – ein Programm, das durchwegs gut aufgenommen wurde. Zum Auftakt der beiden Konzerthälften ließen die Budapester die erste und zweite Rosenkavalier-Walzerfolge von Strauss erklingen. Prokofjew war vertreten mit der Ouvertüre über hebräische Themen und dem Klavierkonzert Nr. 1, das Solist Toradze kraft- und effektvoll interpretierte. Von Ravel waren die „Rapsodie espagnole“ und vor der Pause das mit Jazz-Elementen durchsetzte Klavierkonzert G-Dur vertreten, bei dem Toradze den Steinway-Flügel mitten im Orchester postierte.

Im Zugabenteil konnten die exzellenten Budapester Hornisten, die zuvor bei Prokofjew noch als Nebelsirenen gedröhnt hatten, nun mit virtuosem Rossini Jagdhorn-Trara auch ihre wohltönenden Qualitäten unter Beweis stellen. Als „Drüberstreuer“ verabschiedete sich ein Trio mit Geiger-Primas und feurigen Puszta-Klängen.

Die „Bregenzer Meisterkonzerte“ werden im Jahr 2008 mit dem traditionellen Winter-Gastspiel (18.1.2008) der Wiener Symphoniker fortgesetzt. Die folgenden Termine bestreiten das Scottish Chamber Orchestra (13.3.), das Russische Nationalorchester (10.4.) und zum Saisonabschluss am 21.5. die Moskauer Solisten.

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