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Bregenz so heiß wie Palermo

Der Juni ist heiß wie nie gewesen. Sogar Rekorde aus dem Jahr 1811 sind gepurzelt. Das Junimittel von Bregenz entspricht dem Normalwert von Palermo.

Die Monatsmittel der Temperatur liegen im Westen und Süden Österreichs um fünf bis knapp mehr als sechs Grad Celsius über dem langjährigen Durchschnitt, im Norden und Osten um 3,5 bis fünf Grad. Das berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik auf der Hohen Warte in Wien.

Kremsmünster (seit 1767) und Wien (seit 1775) weisen die am weitesten zurückreichenden Wetter-Messreihen in Österreich auf. In beiden Orten werden die vom Juni 1811 stammenden bisherigen Höchstwerte (20,8 Grad C in Kremsmünster, 22 Grad in Wien) um 0,3 bis 0,4 Grad übertroffen. An anderen Orten schlagen die heurigen Junimittel die alten Rekorde teils deutlicher. Einige Zahlen: Bregenz 23 Grad (bisher 20 Grad aus 1877), Salzburg 21,5 Grad (früher 19,4 Grad aus 1917) und Klagenfurt 21,8 Grad (bisher 20,6 Grad aus 1822).

Diese hohen Werte sind dem Experten zufolge nicht das Resultat einiger extremer Hitzetage, sondern des völligen Fehlens markanter Kaltlufteinbrüche. Selbst die sonst so verlässliche „Schafskälte“ blieb heuer aus. Das Junimittel von Bregenz entspricht dem Normalwert von Palermo, das von Salzburg immerhin noch dem von Triest.

Die Monatssummen des Regens zeigen österreichweit ein ganz uneinheitliches Bild. Der Süden Kärntens und der Steiermark litten unter anhaltender Trockenheit, während Klagenfurt und Bruck/Mur normale Regenmengen verzeichneten. Den Orten mit größeren Monatssummen brachten unwetterartige Gewitterregen und Hagelschläge allerdings teilweise mehr Schaden als Nutzen.

Die Zahl der Sonnenstunden liegt im Juni in ganz Österreich deutlich über dem Normalwert.

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