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Bregenz feiert Jubiläum

Am Mittwoch wird in Bregenz der 80. Jahrestag der Erhebung zur Landeshauptstadt gefeiert. Bereits im Vorfeld der Festivitäten sorgte ein Missverständnis für Unmut.

Am 30. Juli 1923 wurde Bregenz mit Beschluss des Vorarlberger Landtags zur Landeshauptstadt erhoben. In einer Festsitzung im Rathaus am Mittwoch erinnerte Bürgermeister Markus Linhart (V) an die wechselvolle Geschichte der Stadt und ging auf die aktuelle Situation der Kommunen ein. „Die Anforderungen im Dienstleistungsbereich wachsen und die verfügbaren Budgetmittel zur Bewältigung der vielen Aufgaben werden immer knapper“. Die Grünen kritisierten, dass den anderen Stadtfraktionen das Rederecht beim Festakt verweigert wurde.

Bei strahlendem Sonnenschein, aber leicht getrübter Stimmung feierte die Bregenzer Stadtvertretung mit zahlreichen Ehrengästen am Mittwoch das 80-Jahr-Jubiläum von Bregenz als Landeshauptstadt. Die Grünen waren im Vorfeld des Festaktes davon ausgegangen, dass jede der im Stadtparlament vertretenen Parteien beim Festakt eine Jubiläumsrede halten werde. Doch Bürgermeister Markus Linhart (V) pochte darauf, der einzige Redner zu sein. Offizielle Begründung: „Es handelt sich nicht um eine formelle Stadtvertretungssitzung im Sinne des Gemeindegesetzes, sondern um einen Festakt, wobei der offizielle Vertreter der Stadt, der Bürgermeister, Usus gemäß eine Festrede hält.“

In der wechselvollen Geschichte der Stadt gab es immer wieder heftige Konflikte. Auch der Erhebung zur Landeshauptstadt von Vorarlberg ging ein Jahrhunderte langes Tauziehen um Macht und Einfluss und ein Konkurrenzkampf mit Feldkirch voran. Lange bevor Bregenz offizielle Landeshauptstadt Vorarlbergs wurde, hatte Kaiser Karl VI. 1726 in Bregenz ein Direktorium mit einem Obervogt einrichten lassen. Doch diese theoretische Hauptstadt-Funktion ging bald wieder verloren. Nach den napoleonischen Kriegen und bayerischer Besatzung wurde erst 1860 die politische Eigenständigkeit der Länder wieder anerkannt. Ein Jahr später, 1861 erhielt Vorarlberg wieder einen eigenen Landtag, der im Bregenzer Rathaus seine Sitzungen abhielt. 1901 entschied der Landtag, dass Bregenz Sitz der Landesregierung bleiben solle. Damit war eine wichtige Vorentscheidung auf dem Weg zur Landeshauptstadt gefallen. Am 30. Juli 1923 wurde in der Landesverfassung Bregenz als Landeshauptstadt verankert.

Bregenz stehe vor keiner einfachen Zukunftsherausforderung, sagte Bürgermeister Linhart in seiner Festrede. „Die Anforderungen im Dienstleistungsbereich der Gebietskörperschaften wachsen und die verfügbaren Budgetmittel zur Bewältigung der vielen Aufgaben werden immer knapper“, beklagte das Stadtoberhaupt und meinte, „gesunde Städte sind Garanten für gesunde Regionen“. Denn letztlich seien es die Städte, aus denen – wie die Geschichte zeige – die wesentlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Impulse ausgehen.

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