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Bregenz erhielt Binding-Preis ür Natur- und Umweltschutz

(von links): Landesrat Ing. Erich Schwärzler, Bürgermeister DI Markus Lin-hart, Hildegard Breiner, DI Gerold Ender und Univ.-Prof. Dr. Georg Grabherr bei der Binding-Preis-Verlei¬hung (Foto: Stadt Bregenz).
(von links): Landesrat Ing. Erich Schwärzler, Bürgermeister DI Markus Lin-hart, Hildegard Breiner, DI Gerold Ender und Univ.-Prof. Dr. Georg Grabherr bei der Binding-Preis-Verlei¬hung (Foto: Stadt Bregenz).

Bregenz. Am 6. November 2009 wurde in Vaduz, Liechtenstein, zum 24. Mal der so genannte „Binding-Preis“ vergeben, der alljährlich dem Willen der Stifter Sophie (†) und Dr. Karl Binding (†) ent-sprechend außer¬ordenliche und beispielgebende Leistungen auf dem Gebiet des Natur- und Umweltschutzes würdigt. Zu den Preisträgern 2009 zählt auch die Landeshauptstadt Bregenz. Bürgermeister DI Markus Linhart nahm die Auszeichnung für die Revitalisierung des Mehrerauer Seeufers entgegen.

Zur Erinnerung: Nach vielen Jahren Vorlaufzeit wurden das Mehrerauer Seeufer und die Bre-genzerach-Mündung 1991 auf Betreiben der Stadt durch eine Verordnung des Landes unter Schutz gestellt. Damit begann die Sanierungsarbeit aber erst, denn bis Ende der 80er-Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden dort Millionen Kubikmeter Kies abgebaut, wodurch Bagger-löcher mit Ausdehnungen von bis zu 600 m Länge, 150 m Breite und 15 m Tiefe entstan¬den. Die Instabilität der verbliebenen Flachwasserzone und die folgende massive Ufererosion ge-fährdeten den Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, darunter auch jenen des weltweit einzigartige „Bodenseevergissmeinnichts“ (Myosotis rehsteineri).

Sedimentologische Untersuchungen des Seenforschungsinstituts in Langenargen ergaben, dass der Landverlust und die Zerstörung von Flora und Fauna trotz Einstellung der Kiesbagge-rungen ohne Gegenmaßnahmen weiter voranschreiten würden. Aus diesem Grund startete die Stadt das Life-Natur-Projekt, das von der EU (50 %), dem Land Vorarlberg (32 %) und Bund (2 %) gefördert wurde. Um über 2 Millionen Euro wurde von 2002 bis 2005 auf einer Länge von 2,6 km vom Sport- bis zum Wocherhafen entlang der Niedringwasserlinie im See ein Schutz¬wall aus grobem Steinmaterial errichtet, der seither die Kraft der Wellen aufnimmt und das Ufer vor weiterer Erosion schützt.

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