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Brasiliens Küste droht Umweltkatastrophe

Die Küste vor Rio de Janeiro steuert nach dem Unglück auf einer Bohrinsel auf eine Umweltkatastrophe zu. Die Plattform droht zu versinken.

Der Betrieb der schiffsähnlichen Plattform rund 100 Kilometer vor der brasilianischen Metropole war am Sonntag nach einer Panne im elektrischen System stillgelegt worden. Unter den 76 Arbeitern brach Panik aus, 30 sprangen ins Meer, konnten aber gerettet werden. Verletzt wurde niemand. Am Montag drohte die P-34, die 15 Millionen Liter Erdöl enthalten soll, im Atlantik unterzugehen. Ihre Schräglage erreichte nach Angaben der staatlichen Ölgesellschaft Petrobras 32 Grad.

Das Unglück könnte die Erdölindustrie Brasiliens eine Milliarde Dollar (eine Milliarde Euro) pro Tag kosten. Der Wirtschaftsexperte Luis Foggetti erklärte, weder ein Untergang der Plattform noch eine Umweltkatastrophe seien ausgeschlossen. Die Gewerkschaft der Ölarbeiter forderte in Rio eine schnelle Aufklärung des Unglücks.

Erst vor 19 Monaten hatte Petrobras die größte Bohrplattform der Welt verloren. Eine Serie von Explosionen hatte dabei elf Arbeiter der P-36 getötet und ein Großfeuer ausgelöst. Fünf Tage später verschwand die Plattform trotz der Bemühungen der Petrobras-Experten im Wasser des Atlantiks. Petrobras geriet außerdem in den vergangenen Jahren wegen einer Serie von anderen Unfällen und Umweltverschmutzungen in die Schlagzeilen.

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