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Brasilien: Unbekannte erschießen 30 Menschen

Unbekannte haben in zwei Armenvierteln von Rio de Janeiro ein Blutbad angerichtet: Vor einem Café und an zwei weiteren Orten eröffneten sie am Donnerstag das Feuer und töteten binnen einer Stunde 30 Menschen.

Das jüngste Opfer war 13 Jahre alt. Die Täter entkamen in einem Auto der Marke Volkswagen. Nach Ansicht des Sicherheitschefs des Teilstaates Rio de Janeiro, Marcelo Itagiba, könnte es sich um Polizisten handeln, die sich für die Festnahme von acht Kollegen hätten rächen wollen.

Präsident Luiz Inacio „Lula“ da Silva verurteilte die Morde als „barbarisch und feige“. „Die Regierung wird keine Mühe scheuen, um gemeinsam mit dem Staat (Rio de Janeiro) und den städtischen Behörden die Schuldigen aufzuspüren und zu bestrafen.“ Die Polizei veröffentlichte nach Beschreibungen von Augenzeugen einen Fahndungsaufruf mit zwei Phantombildern.

Nach Angaben eines Gerichtsmediziners wurden die Opfer durch Schüsse in Kopf, Hals oder Brust getötet. Dies spreche dafür, dass es sich bei den Tätern um Profis handele. Justizminister Thomas Bastos warnte, es sei noch zu früh, um mit Sicherheit zu sagen, dass die Morde mit der jüngsten Festnahme von acht Polizisten zusammenhänge. Die Festnahme war auf Grund von Videoaufnahmen erfolgt, auf denen die acht Beamten dabei zu sehen sind, wie sie zwei Leichen wegschafften.

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