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Brandstifter kommt in Anstalt

Feldkirch - Kurz vor Weihnachten jagte dichter Qualm und beißender Gestank die Bewohner der Bregenzer Achsiedlung um drei Uhr morgens aus ihren Wohnungen.

Acht Papiercontainer brannten. Das Feuer griff auf die Hausfassade über. Fenster und Türen barsten. Ausgelöst hatte das Chaos ein 20-jähriger Bewohner der Siedlung. Der junge Mann hatte starke Entzugserscheinungen und war in seiner Verwirrung auf die Idee gekommen, das Haus anzuzünden.

Warum er das getan hat, kann er sich heute nicht erklären. „Es war wie in einem Rausch, ich weiß nicht, was in mir vorgegangen ist“, stammelt der junge Bauarbeiter vor dem Schöffensenat.

Der Bregenzer wohnt selbst in der Siedlung, hatte an jenem Tag seine Drogenersatzmedikamente gesucht. Als er die nicht finden konnte, geriet er in Panik und rastete aus. An fünf Stellen legte er in der Wohnung seiner Bekannten Feuer.

Dass das Feuer nicht mehr Schaden anrichtete, ist dem Zufall zu verdanken. Noch heute sitzt der Schrecken tief. Den Sachschaden hat die Versicherung bezahlt, doch die 106.000 Euro Schadenersatz fordert sie vom Verursacher zurück. Der bleibt die nächsten zwanzig Monate in Haft. Allerdings kann er diese in Form einer Therapie absolvieren, denn der Senat sprach sich für eine Anstaltseinweisung aus. „In einer Anstalt ist die therapeutische Betreuung gewährleistet“, so Staatsanwalt Franz Pflanzner.

NEUE-BERICHT: Brandstifter vor Gericht: „Ich war im Drogenrausch“

Der junge Mann mit den kurzen dunklen Haaren wirkt ruhig, als er am Donnerstag in Handschellen in den Feldkircher Gerichtssaal geführt wird. Seine Tat gibt er sofort zu. Genau erklären, warum er den Brand gelegt hat, kann der Handwerker aber nicht: „Das ist alles im Rausch passiert. Ich habe das nicht gewollt.“

Zwei Tage vor Heiligabend hatte der Drogenabhängige in seiner eigenen Siedlung einen Großbrand verursacht. In der Wohnung einer Bekannten in Block 13 legte er an fünf Stellen Feuer. Auch acht Papiercontainer setzte er in Brand. Der Sachschaden, den der Vorbestrafte nun bezahlen muss, beläuft sich auf 106.000 Euro. 12 Wohnungen mussten evakuiert werden.

„Wir hatten panische Angst“

„Unsere Familie ist seit dem Vorfall in psychologischer Behandlung“, so ein Familienvater aus der Achsiedlung zur NEUE. Seine beiden Kinder, seine Frau und er flüchteten aus Angst vor den Flammen auf den Balkon.

Primar Reinhard Haller hat ein psychologisches Gutachten über den Angeklagten erstellt. Ausschlaggebend für seine Tat sei seine Heroin-, Kokain- und Tablettensucht gewesen. „Der junge Mann ist über Nacht in Entzug geraten. Morgens wollte er wie gewohnt zu seinen Tabletten greifen. Als diese verschwunden waren, geriet er in Panik.“ Psychisch krank sei der Junkie nicht.

Der Bregenzer wurde rechtskräftig zu 20 Monaten Haft verurteilt. Die Strafe wird er in einer Anstalt für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher absitzen. Völlig verrußt: Die Fassade von Wohnblock 13 nach der Brandstiftung. 12 Wohnungen wurden evakuiert. Der Sachschaden: 106.000 Euro.

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