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Brandstifter in Italien schossen auf Löschhubschrauber

In Italien wüten nach wie vor verheerende Brände. Allein am Dienstag wurden 619 neue Feuer im ganzen Land gelegt. Vor allem Sizilien war betroffen. Über 3.000 Feuerwehrleute standen im Löscheinsatz.

In der süditalienischen Region Kampanien schossen einige Brandstifter auf einen Löschhubschrauber. Sie trafen dabei den Tank mit der Wasserladung.

Die Behörden vermuten die Mafia hinter der neuen Brandserie. „Die Brandwelle der vergangenen Tage ist ein krimineller Angriff. Italien erlebt eine Notstandslage ohne Gleichen“, betonte Umweltminister Alfonso Pecoraro Scanio. Infrastrukturminister Antonio Di Pietro forderte den Einsatz des Heeres, um die Feuer unter Kontrolle zu bringen und Brandstifter auf frischer Tat zu ertappen.

Seit Jahresbeginn gingen mit über 4.000 Bränden 80.000 Hektar Wald verloren. 2007 wurden bisher 30 Prozent mehr Feuer als im Vorjahreszeitraum gemeldet. Heuer verloren schon zehn Menschen in den Flammen ihr Leben. 172 Personen wurden wegen Brandstiftung angezeigt, vier wurden festgenommen.

Der Bischof der süditalienischen Diözese Locri-Gerace, Giancarlo Maria Bregantini, meinte, Brandstifter sollten exkommuniziert werden. „Brandstiftung ist ein unannehmbarer Angriff auf die Natur und auf die Menschheit“, betonte der Bischof. Er forderte die Politiker auf, schärfere Strafen zu erlassen.

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