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Brand mit Totem in oö. Abfallanlage: Mitarbeiter angeklagt

Ein Mann starb bei dem Brand
Ein Mann starb bei dem Brand ©APA/ÖAMTC
Nach einem Brand mit einem Toten und mehreren Verletzten im Oktober 2019 in einer Abfall-Sortieranlage in Hörsching (Bezirk Linz-Land), muss sich am 20. April ein leitender Mitarbeiter vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, er habe angeordnet 6.500 Deospraydosen, die mit einem Gefahrenpiktogramm gekennzeichnet waren, in einer Maschine zu pressen, die nur für andere Materialien geeignet war.

Die Staatsanwaltschaft Linz legt ihm die fahrlässige Herbeiführung einer Feuersbrunst - der angeklagte Absatz 2 des Paragrafen 170 umfasst auch den dadurch verursachten Tod eines Menschen - sowie umweltgefährdendes Behandeln und Verbringen von Abfällen zur Last. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dafür bis zu drei Jahre Haft. Ermittlungen gegen zwei weitere Personen sind bereits vor längerer Zeit eingestellt worden.

Weil die Dosen in einer Presse für Papier, Kartonagen, Kunststoffe und Leichtmüll bearbeitet wurden, sei eine Explosion ausgelöst worden, die wiederum einen Brand verursachte, so die Anklage. Bei dem Feuer wurde der Mitarbeiter, der die Presse bediente, so schwer verletzt, dass er später im Spital starb. Auch der Angeklagte und ein weiterer Mitarbeiter erlitten schwere Verbrennungen, insgesamt wurden neun Personen verletzt.

Die Feuerwehr stand nach der Explosion im Großeinsatz. Mehr als 20 Personen hatten sich in der Halle, in der Plastik entsorgt wird, befunden. Die große Detonation hatte laut Einsatzkräften Fenster und Fensterstöcke herausgerissen, auch die Brandschutztür zum angrenzenden Bau hielt ihr nicht stand.

(APA)

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